Der unvermeidliche Fotografie-Artikel
Es ist wahrscheinlich eine merkwürdige Angewohnheit von mir, wenigstens einmal in jedem Blog, in dem ich schreibe, einen Artikel über Fotografie zu veröffentlichen, aber es ist auch eine Angewohnheit, die eine gewisse Leidenschaft ausdrückt. Und gerade in der vergangenen Woche ist diese Leidenschaft wieder aufgeflammt.
Nicht dass ich neue Fotos schießen würde. Davon habe ich mit meiner jetzigen Kamera erst einmal eindeutig genug. Allerdings sehne ich mich neuerdings nach einer besseren Kamera, nach einer Spiegelreflex im Profibereich. Ja, das wäre etwas für mich. Und da ich ein kleiner Canon-Fanboy bin, schaue ich mir auf Amazon immer mal wieder die Preise für eine 7D oder 5D Mark II inklusive ordentlichem Objektiv an und fange dann innerlich ein wenig an zu weinen.
Ich könnte mich niemals mit einer 550D zufrieden geben. Ich weiß nicht wirklich warum, aber vielleicht liegt es in meiner Schwäche, Kompromisse einzugehen. Wenn ich mich schon dazu durchringe, Geld für etwas Wichtiges wie einen echt guten Fotoapparat auszugeben, dann sollte dieser so gut sein, wie es nur geht, damit ich mich nicht irgendwann über ihn ärgern oder Einschränkungen hinnehmen muss. Weshalb sollte ich mir denn auch eine Kamera kaufen, die mir im Nachhinein überhaupt nicht gefällt und nur Probleme verursacht?
Ich fange an zu rechnen und zu kalkulieren und werde dann doch immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wofür willst du denn eine solche Kamera? Du fotografierst extrem selten und bist einer derjenigen, die Akkus und Unhandlichkeit nicht mögen. Gute Argumente. Doch dann fange ich an, darüber nachzudenken, ob sich nicht dadurch vielleicht auch mein Leben verändern könnte. Vielleicht kann ich mich ja dann wieder für das Fotografieren begeistern. Vielleicht komme ich dann mit neuen Menschen in Kontakt. Vielleicht, ja.
Schließlich sind es auch meine Bilder, die den meisten Menschen auffallen, die am meisten im Internet verbreitet wurden, mit denen man am meisten etwas anfangen kann. Ich bin unsicher, was ich tun soll. Und noch schlimmer ist es, dass ich eigentlich nicht für heute oder morgen plane, sondern wahrscheinlich für 2011. Das ist total bescheuert und ich sollte nicht darüber nachdenken. Aber dann bemerke ich, wie ich in der Nacht versuche mit meiner Kompaktkamera ein paar Laternenlichter aufzunehmen, wie ich das Rauschen sehe, mich ärgere und mich dann verbraucht fühle.
Es muss etwas passieren. Oder nicht? So wie ich mich kenne, unterdrücke ich meine Wünsche solange bis es nicht mehr geht und werde mir dann trotzdem erst 2011 irgendwann eine neue Kamera zulegen. Manchmal würde ich mir wünschen, dass ich in solchen Sachen nicht so ein Feigling wäre. Auf der anderen Seite denke ich mir dann aber auch, dass ein wenig mehr Bedenkzeit bei so einer Sache vielleicht gar nicht mal so schlecht ist. Wer weiß.











Über solche großen Anschaffungen sollte man lange nachdenken. Aber auch nicht zu lange. Mach dich nicht verrückt.:-)
Und deine Einstellung find ich richtig, denn wer billig kauft, kauft 2 mal.:-)
Manchmal sollte man sich auch nicht zu sehr von der Frage nach dem Sinn ablenken lassen. Mit einer solchen Anschaffung findet sich der Sinn meist wie von selbst.
Vielen Dank für die mitfühlenden Worte.
Anfangs hielt ich deine Gedankengänge für wirklich schlüssig. Dann viel mir eine Textpassage aus einem Buch, was ich voriges Jahr gelesen hatte, ein.
In dem Buch "Ich weiß, was Du denkst" (von Thorsten Havener) heißt es, dass er in einem Laden spontan ein Geschenk für seinen besten Freunde gesehen hatte. Natürlich entschied er sich zum Kauf. Da dieses Geschenk so umwerfend und leider auch teuer war, packte er es in eine Schublade und wollte es besagtem Freund erst an seinem Geburtstag schenken. Sein bester Freund verstarb einen Tag vor seinem Wurffest. Das ist jetzt über zwanzig Jahre her und er bewahrt das Geschenk noch immer in dieser Schublade auf.
Was ich damit sagen will ist, dass egal wie teuer oder "wertvoll" etwas ist, Du nicht auf einen speziellen Anlass warten solltest, denn dann könnte es vielleicht zu spät sein. Ob das nun etwas für Dich selbst oder ein Geschenk für eine bestimmte Person ist, ist nichtig. Entscheidend ist nur, dass Du im Jetzt lebst und nicht in der Zukunft oder in der Vergangenheit.
Angenommen Du stolperst bei einen deiner Waldspaziergänge und fällst auf einen abgebrochen Baumstamm und verlierst so dein Augenlicht. Dann würde Dir die Kamera später nicht viel bringen. Natürlich handelt es sich um Extremsituationen, allerdings hast Du vielleicht später finanziell solche Probleme, dass Du sie dir nicht mehr leisten kannst. Jetzt hingegen schon.
In solchen Fällen würde ich mich immer für etwas entscheiden, anstatt es hinauszuschieben. Das oben genannte Buch hat mir sehr geholfen und ich hoffe ich konnte Dir mit dieser kleinen Geschichte deine Entscheidung erleichtern.
Nunti-Sunya.
Wenn ich mein Augenlicht verliere, dann bringen mir die Bilder auch nichts mehr, aber ich hätte wenigstens noch das Geld, um es in etwas zu investieren, was mir dann Freude bereitet.
Ich weiß ja, worauf du hinaus willst, aber ich bin kein Mensch, der sich so sehr vor dem Verlust fürchtet, dass er alles aus seinem Leben herausholt, auch wenn das bedeutet, sich selbst aufzugeben.
Ich versuche das Beste aus meinem Leben zu machen, aber ich versuche mir auch alle Möglichkeiten offen zu halten. Wenn ich mich zum Beispiel jetzt für den Fotoapparat entscheide, könnte ich vielleicht etwas besseres, was mir bisher noch nicht eingefallen ist, nicht mehr finanzieren. Ich tendiere deshalb zu Deadlines, ab denen ich mich dann für etwas Bestimmtes entscheide und mich dann damit abfinde.
Du hättest jedoch die Zeit bis du dein Augenlicht verloren hast mit den Bildern deiner neuen Kamera genossen.
An deinem letzten Absatz erkennt man ein klares Mangeldenken. Da wir in einem Universum leben, welches dem Gesetz der Resonanz unterliegt, wirst du auch genau das bekommen. Denkst bzw. fühlst Du, dass Du arm bist, wirst Du es auch immer sein.
Auch hier möchte ich wieder mit einem Zitat arbeiten aus dem Film "Evan allmächtig", wo Morgan Freemann in die Rolle des Gott eintaucht und folgendes zu Evan's Ehefrau sagt:
"Ich möchte Sie mal etwas fragen. Wenn jemand für mehr Geduld betet, denken sie, Gott schenkt ihm mehr Geduld? Oder gibt er ihm die Gelegenheit etwas geduldiger zu werden? Wenn einer für Mut betet, schenkt Gott ihm dann Mut, oder gibt er ihm doch eher die Gelegenheit Mut zu beweisen? Wenn jemand dafür betet, dass die Familie mehr zusammenrückt, glauben Sie, Gott schickt Ihnen dann einfach warme, kuschlige Gefühle, oder gibt er Ihnen die Gelegenheit einander zu lieben?"
Ob dies nun Absicht vom Regisseur war oder nicht, er hat indirekt das Gesetz der Resonanz beschrieben.
Fazit ist, dass wir immer das bekommen, was wir wirklich wollen. Es konnte mich keiner vom Gegenteil überzeugen, dass meine "Theorie" von der Resonanz nicht stimmt.
Ich fühle mich überhaupt nicht arm. Ich weiß aber, dass wenn ich sehr viel Geld ausgebe, nicht mehr genügend Geld für Dinge habe, die genauso viel kosten, aber mir mehr Spaß bereiten. Das hat nichts mit Überzeugung zu tun.
Da ich jedoch nicht weiß, was mir in Zukunft vielleicht noch mehr Spaß machen könnte, bestimme ich ein festes Datum, an dem ich mich dann für etwas Bestimmtes entscheide und mir keine Vorwürfe mache, wenn ich mich falsch entschieden haben sollte.
Deine Theorie der Resonanz basiert ganz einfach auf der unterschiedlichen Wahrnehmung von Menschen. Wenn ein optimistischer Mensch immer optimistisch denkt, dann ist für ihn auch alles optimistisch. Das funktioniert allerdings nicht bei exakten Informationen. Auch wenn ich es mir noch so fest vorstelle, ich werde nicht, wenn ich heute einen Lottoschein ausfülle, morgen wirklich im Lotto gewinnen. Wenn man dennoch davon überzeugt ist und sich dann einredet, man hätte nur nicht selbst genug daran geglaubt, dann hat das schon ein wenig mit Fundamentalismus zu tun.
Ich denke schon, dass Du denkst/fühlst, dass Du arm wärest, denn sonst hättest Du ja genügend Geld und könntest Dir ja gleich 20 verschiedene Kameras kaufen. Du sagst doch selbst, dass Du dein Geld nur für eine Sache ausgeben kannst, weil Du halt nicht mehr hast. Und das ist es doch, dieses Mangeldenken. Du sagst, ich habe nur soviel Geld, dass es für eine tolle Sache reicht. Simsalabin, dein Wunsch sei dem Universum Befehl und siehe da, Du hast auch dieses bekommen. Von daher wendest Du das Gesetz der Resonanz, wenn auch unbewusst, an. Das macht jeder. Immer. Überall.
Das mit dem falsch entscheiden ist für mich auch so eine Sache für mich. Da ich finde, dass es kein "richtig" bzw. "falsch" gibt. Das Wort, welches am nächsten kommt ist da eher "dienlich". Wobei "richtig" und "falsch" immer eine Frage des Betrachters bzw. des Standpunktes ist. Bereust Du eine Entscheidung, dann war dein Handeln für Dich nicht dienlich, jedoch keinesfalls falsch. Ich finde, darin muss man unterscheiden. Das mit dieser "Deadline" zeigt einfach nur, dass Du dich nicht wirklich entscheiden kannst, wenn es um (für Dich) wirklich "wichtige" Dinge geht. Mehr auch nicht.
Und auch hier muss ich Dir widersprechen. Meine Theorie sehe ich täglich vor mir. Und sie wird jedes Mal bestätigt, und das von anderen Menschen. Das mit dem Lottoschein ein echt schönes Beispiel. Hier ein ähnliches: Stell Dir vor, wir würden uns nicht kennen. Jetzt laufe ich an Dir vorbei und BÄM hau Dir volle Breitseite in deine Visage. Dann redest Du Dir ein "Mir geht es gut, ich habe keine Schmerzen und die Welt ist top, ich liebe euch alle." Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber ich will Klarheit schaffen. Der Punkt ist jedoch, du kannst es zwar sagen, vielleicht denkst Du es auch wirklich ("Mir MUSS es jetzt gut gehen, denn ich denke ja, dass es mir gut geht."), aber tief in Dir drin merkst Du doch selbst, dass Du dich vor Schmerzen quälst, weil Deine Nase gerade deinem Gehirn "Hallo!" sagt. Herzlichen Glückwunsch, das Unterbewusstsein kann man nämlich nicht verarschen. Das ist die Gefühlsebene von der ich sprach. Du kannst Dir etwas noch so sehr vorstellen, es wird sich nicht ereignen, solange Du es nicht fühlst. Selbiges mit dem Lottoschein. Du kannst zwar allen vorgaukeln, dass Du superfest daran glaubst, jedoch denkt dein Unterbewusstsein "Ach Mist, meine Chancen sind doch eh nicht hoch und bisher hatte ich noch nie gewonnen.". Bingo, genau das wird nämlich auch weiterhin eintreffen. Oder warum denkst du, bleiben "reiche" (materielle Ebene jetzt) Menschen auch reich, obwohl sie dutzende Parties feiern, tausende Euro verprassen und und und. Sie haben einfach nicht dieses Mangeldenken, dass sie es sich nicht leisten können. Wir sind so erzogen (ich auch), dass wir immer auf das Geld achten müssen und genau so wird es sein.
Und zum Thema Lottoschein: Im Fernsehen besuchten sie mal frühere Lottogewinner und einige waren wieder bettelarm, einige sind noch reich, wobei die reichen noch fast ihren kompletten Gewinn hatten bzw. noch mehr. Das zeigt doch nur, dass diese Menschen, wenn auch unbewusst, dieses Gesetz für sich anwenden. Die anderen hingegen vielen in ihr altes Muster zurück.
Dann möchte ich an mein Zitat von Freemann erinnern, dass, wenn wir mehr Reichtum wollen nicht ein Schatz am nächsten Morgen vor unserem Bett steht, sondern wir die Chance bekommen, Reichtum zu ernten. Wir müssen sie nur ergreifen.
Leider kann ich deine Aussage mit den "exakten Informationen" nicht ganz nachvollziehen, da es ja durchaus auch Leute gibt, die im Lotto gewinnen und dann sogar gleich mehrere mit den selben Zahlen. Vorausgesetzt das bezog sich jetzt auf dein Lottobeispiel, welches ich ja weiter oben schon näher erläuterte.
Ich könnte auch ganz "verrückt" werden. Nehmen wir Jesus. Ob es ihn gab oder nicht sei dahingestellt. Er lief über das Wasser. Warum? Weil er keine Sekunde lang daran gezweifelt hat, dass es nicht geht. Versuchen wir das, dann können wir uns zwar einreden "Es klappt, es klappt, es muss klappen.", aber innerlich (Unterbewusstsein) wissen wir jedoch "Das klappt Nie im Leben, weil es nicht möglich ist." (wobei ja alles nur aus Energie besteht, wenn man den Quantenphysikern Glauben schenken darf) und siehe da, wir bekommen nasse Füße. Ob es nun Jesus gab oder nicht, ich bin sicher, dass das möglich ist. Jeder einzelne könnte das, hätte er nicht dieses Mangeldenken. Ja, auch das ist Mangeldenken. Ich habe ja schon gesagt, dass es jetzt "verrückt" wird…
Ein letztes Beispiel, welches mir einfällt, weil ich die Quantenphysiker erwähnte ist bewiesen: Eine Frau hatte Krebs oder einen Tumor (ich weiß es nicht genau, es ist zu lange her) und die Ärzte konnten sie nicht behandeln und erklärten sie für unheilbar. Sie wollte das nicht akzeptieren und ging nach Tibet zu Priestern (drei an der Zahl). Diese versammelten sich um sie herum und redeten auf sie ein. Ein und die selben Worte in ihrer Heimatsprache, welche übersetzt "Bereits geheilt" bedeuteten. Zeitgleich sah man auf einem Gerät, welches an die Frau angeschlossen war (damit der Krebs/Tumor sichtbar wurde, damit die Kontrolle da war, ob es funktionierte oder nicht), wie er nach und nach verschwand. Das ist wissenschaftlich bestätigt, allerdings sind die Forscher ratlos. Quelle möchte ich natürlich nicht vorenthalten: Film "Greg Braden — Im Einklang mit der göttlichen Matrix".
Du denkst nur noch in deiner Logik. Wenn du dich in diesem Stadium befindest, dann kannst du auch nicht überzeugt werden, weil es für dich außerhalb dieser Logik nichts mehr gibt.
1. Man fühlt sich nicht arm, weil man nur Geld für eine tolle Sache hat. Ganz im Gegenteil, man fühlt sich reich, weil man sich diese Sache leisten kann. Es verschiebt sich nur die Wahrnehmung von dem, was viel und was wenig Wert für einen Menschen hat.
Nehmen wir einen Arbeiter aus einem Dritte-Welt-Land, der vielleicht 20€ insgesamt im Monat zur Verfügung hat. Wenn dieser sich, einen Gegenstand leistet, der 500€ teuer ist, er aber das Geld dafür gespart hat, dann kann sich dieser trotzdem reich fühlen, weil seine Umgebung dieses Geld nicht aufbringen konnte.
Genauso verhält es sich mit einem Öl-Scheich, der vielleicht fünf Milliarden als Besitz hat und drei Milliarden für etwas Einzigartiges ausgibt, zum Beispiel, wenn er sich ein eigenes Land kaufen würde. Er kann diese tolle Sache nicht sofort wieder kaufen, weil ihm jetzt nur noch zwei Milliarden zur Verfügung stehen. Fühlt er sich nun arm, weil er nicht die gesamte Welt kaufen kann?
2. "Richtig" und "Falsch" sind Termini, die man auch mit "dienlich" oder "undienlich" übersetzen kann. Wenn man richtig handelt, dann kann man aber auch ganz einfach mit sich selbst im Reinen sein.
3. Du sprichst widersprüchlich über die Heilung von Menschen. Auf der einen Seite beschreibst du, dass man sich Schmerzen nicht wegdenken kann, weil man ja im Inneren weiß, dass es sich um Schmerzen handelt. Aber auf der anderen Seite schreibst du, dass der Krebs allein durch die Überzeugung verschwindet, dass man doch noch eine Chance hat, weiter zu leben.
4. Genauso verhält es sich mit dem Lottoschein. Entweder man ist überzeugt oder man ist es nicht. Aber von außen kannst du nicht nachvollziehen, ob jemand überzeugt ist oder nicht. Deine Logik verlangt von dir aber, dass du innere Werte nach den äußeren Begebenheiten bewertest. Das bedeutet: Wenn jemand im Lotto gewonnen hat, dann muss er fest davon überzeugt gewesen sein, dass er gewinnt. Wenn jemand nicht gewinnt, dann hat er nicht fest genug daran geglaubt. Du schließt damit aber auch gleichzeitig Zufälle und Glück aus, weil du denkst, dass alles mit der persönlichen Einstellung zu tun hat.
5. Die exakten Informationen haben in deiner Logik keine Bedeutung, da du Wahrscheinlichkeit negativ als Realität definierst. Es ist wahrscheinlich, dass man nicht über das Wasser gehen kann, egal wie sehr man daran glaubt ergo es tritt ein und man fällt ins Wasser. Es ist wahrscheinlich, dass wenn man denkt, man kann sich nicht alles leisten, wirklich sich nicht alles leisten kann, weil man sich nicht alles leisten kann, ergo kann man sich auch nicht alles leisten. Niemand kann dich darin widerlegen, weil du das Ergebnis als einen Beweis für das Ergebnis darstellst. Es passiert so, weil es so passiert ist. Man ist reich, weil man reich ist. Wann ist man reich? Wenn man sich reich fühlt. Wann fühlt man sich reich? Wenn das Unterbewusstsein denkt, dass man reich ist. Wann denkt das das Unterbewusstsein? Na ja, sobald man reich geworden ist. Und wie wird man dann reich? Na ja, wenn man sich reich fühlt. Es ist ein endloser Kreislauf. Sobald ein äußerer Einfluss darauf wirkt, siehst du darin aber das veränderte Unterbewusstsein und das macht eben keinen Sinn. Es gibt keinen Beweis, dass das Unterbewusstsein etwas mit dem Zufall zu tun hat. Du kannst es auch nicht beweisen. Du kannst es nur glauben oder nicht glauben. Und das ist letztendlich eine Theorie, die den Menschen nur Vorwürfe macht. Man wird irgendwann im Leben immer einmal enttäuscht und schiebt es nach dieser Theorie immer sich selbst zu. Weshalb schafft man sich aber eine Theorie, die einem selbst Vorwürfe macht? Was hat das für einen Sinn? Motivation? Selbstdisziplin? Pessimismus?
Interessante Denkweise, allerdings dachte ich auch, dass du nur in "deiner" Logik denkst. Man wird einen Menschen auch nicht davon überzeugen, dass er im (Un)Recht ist, wenn er fest davon überzeugt ist. Das gleiche trifft aber auch ganz genau auf Dich zu. Du benutzt Aufzählungen. Viele Leute denken, dass sie dadurch glaubwürdiger rüberkommen. Was aber nicht der Fall sein muss.
Ich bin durchaus offen für diese Einwände, allerdings haben sie keinen festen Fuß. Das werde ich immer und jederzeit widerlegen können.
Zu 1. Das denke ich nicht, denn wenn ich mir etwas schönes kaufe, dann fühle ich mich nicht reich, sondern in meinem Ego befriedigt. Ich konnte mir das leisten. Habe ich die Sache in meinen Besitz, dann ärgern sich doch die meisten Menschen, dass es auch andere Leute mit den selben Produkt gibt (Beispiel: Ich kaufe mir einen Mustang und sehe dann "nur" noch Mustangs, weil mein Fokus jetzt darauf liegt und das hat zur Folge, dass ich mich nicht reich fühle, vielmehr ärgere ich mich, dass es so viele gibt). Du fühlst Dich auch nicht reich, wenn du eine extrem teure Kamera hast. Du bist lediglich stolz auf Dich, dass Du eine weitere "Hürde" nehmen konntest und erfreust dich am Produkt, nicht aber an deinem "Reichtum", welcher ja vom Geld her bei "null" sein kann. Meinst Du jedoch mit Reichtum das Produkt an sich, dann bist du demzufolge bitterarm, sobald du dieses Produkt nicht mehr besitzt oder es an Wert verliert, durch evtl. Schäden.
Das mit dem Dritte-Welt-Land ist auch witzig. Leistet der Typ sich wirklich so etwas, dann wird der keine Sekunde daran verschwenden, sich reich zu fühlen, vielmehr denkt er daran "Wie beschütze/verstecke ich das Teil, damit es keiner dieser anderen Geizhälse bekommt." Seine Gedanken werden sich nur noch daran drehen, dass die anderen ihn beneiden und er (in einem solchen Land durchaus normal) sich von nun an noch mehr verteidigen muss. Ich glaube dieser Mensch wird von nun an mit sehr viel Angst leben und sich nicht toll fühlen. Du musst, wenn du so ein Beispiel bringst, auch realistisch denken, denn die Welt ist gerade in solchen Gebieten nicht Friede, Freude, Eierkuchen.
Das mit dem Öl-Scheich verstehe ich von der Logik her überhaupt nicht. Er hat 5M, tauscht 3M gegen ein Land, hat dann noch 2M. Wieso kann er diese Sache nicht verkaufen? Ich glaube es wird da nicht großartig anders sein, wie es hier in Deutschland ist. Verkaufe ich hier ein Produkt, bekomme ich Geld von jemand anderem, nicht umgekehrt. Dann würde der Markt erheblich zusammenbrechen. Um auf den letzten Teil des Absatzes einzugehen: Nein, er fühlt sich obergeil, weil er vor seinen Kollegen wieder rumprollen kann, dass er sich jetzt das nächste "Teil" unter den Nagel gerissen hat. Dies wird jedoch schnell vergehen, da solche Leute nie richtig glücklich werden können, da sie nie genug bekommen können.
Zu 2. Das sehe ich ganz und gar nicht so. Denn nur weil etwas "richtig" ist, muss es Dir lange nicht "dienlich" sein. Da "richtig" ein Faktor ist, der sich stets ändert und vom Ort, sowie Umfeld abhängig ist, kann man dieses Wort niemals mit "dienlich" vergleichen, geschweige dem ersetzen. "Richtig" handeln könnte bedeuten, dass ich immer die Wahrheit sage, was mir wiederum überhaupt nicht dienlich ist, wenn ich dadurch auf die Fresse bekomme.
Zu 3. Ich sage lediglich Fakten. Da ist nichts widersprüchliches, denn haue ich Dir eine ins Maul, dann wirst du höchstwahrscheinlich wie ein Kleinkind anfangen zu weinen. Irre ich mich, können wir das gerne testen. Mal ernsthaft, was ist denn überhaupt "Schmerz"? Ein elektromagnetischer Impuls, den wir für uns selbst als unangenehm interpretieren. Mehr nicht. Ich sage lediglich, dass deine Aufmerksamkeit dem Schmerz folgt bzw. du ihn bereits erwartest. Das ist wirklich gut bei Kleinkindern zu beobachten. Fallen sie hin und schürfen sich das Knie auf, kommen sie weinend an. Dann fragt man ob man pusten soll, sie nicken, man packt ein Pflaster drüber und der Schmerz ist vergessen. Oh Wunder! Diese Kinder scheinen Götter zu sein, denn sie schaffen es ihre Aufmerksamkeit von den Schmerzen zu lösen und widmen sich für sie dienlicheren Gedanken zu. Das schaffen jedoch auch "normale" Menschen, wenn sie sich in den Finger schneiden. Ich erinnere mich sehr gut daran, als ich mir das erste Mal in den Finger schnitt. Ich dachte ich würde sterben. Nagut, vielmehr verbluten. Ich hatte Tränen in den Augen und alles drehte sich nur darum, dass ich bald keinen Finger mehr hatte. Dann kam mein Onkel und fragte, ob er den Schmerz vom Finger wegmachen sollte. Sofort sagte ich zu und ehe ich mich versah, zwickte er mich so dermaßen in den Oberschenkel, dass ich nur daran dachte und der Finger wirkte überhaupt keine Schmerzen mehr aus. Das aber nur nebenbei, denn worauf ich hinaus will ist, dass wenn ich mir heute in den Finger schneide, ich denke "Was soll's." und empfinde null Schmerz. Manchmal merkt man es erst viel später. Ich habe gelernt diesen elektromagnetischen Impuls für mich anders zu interpretieren. Denkst du, dass Boxer großartig Schmerzen haben, wenn sie einmal getroffen werden? Nein. Du schon, weil Du es (noch) nicht kannst. Wobei das auch wieder nicht ganz korrekt ist, da du es schon kannst, es aber nicht anwendest.
Zu 4. Zum letzten Part kann ich dir nur zustimmen. Ich schließe Glück/Zufall aus. Allerdings aus anderen Gründen, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte. Sag mir bitte nicht, was ich denke, denn das ist so nicht korrekt gewesen. Ich habe nie gesagt, dass er einzig und allein nur fest daran glauben muss. Ich sage dir aber, dass jemand, der mit der Einstellung "Ich verliere doch eh." Lotto spielt, nie den großen Pott leeren wird.
Zu 5. Hier scheinst du mich nicht ganz verstanden zu haben, denn uns wurde beigebracht "Menschen können nicht über das Wasser gehen.", also speichern wir diese Information ab. Unsere Erfahrung, die wir in den Jahren gesammelt haben, bestätigt diese Informationen und diese wird somit verstärkt. Jetzt kommst Du und meinst, du könntest es doch, obwohl zig Jahre in dich etwas anderes "hineingeprügelt" wurde? Niemals. Du kannst dir und den anderen vielleicht etwas vorgaukeln, aber dein Unterbewusstsein kannst du nicht verarschen. Das wird dir Dinge "antworten" wie "Jo klar, warum hab ich dann 'gelernt', dass es nicht möglich ist? Versuch Du mal schön dein 'Glück'."
Da das weitere Beispiel genau so missverstanden wurde, ist es Zeitverschwendung darauf einzugehen. Ich hoffe ich konnte es Dir dieses Mal mit etwas besser verdeutlichen, denn ich sehe anhand wie ein Mensch handelt, was er denkt (und somit auch ausstrahlt und das zeigt irgendwo sein Gefühl) und dann sehe ich das Resultat. Und siehe da, es trifft immer und immer wieder ein. Ist für mich etwas nicht schlüssig, dann gehe ich auf diese Person zu und rede mit ihr, um für mich etwaige Unklarheiten zu beseitigen. Und das ich kein Problem habe, auf Leute zuzugehen, dass müsstest Du wissen.
Zu aller erst müsstet Du in diesem Beispiel definieren, was "reich" in diesem Moment bedeutet. Gehen wir vom materiellen Reichtum aus. Es ist unmöglich ohne nähere Erläuterungen der Umstände diesen Wert festzulegen, da er relativ ist. Deine Aneinanderreihungen weisen auch Fehler auf. Einer wäre "Wann fühlt man sich reich? Wenn das Unterbewusstsein denkt, dass man reich ist. Wann denkt das das Unterbewusstsein? Na ja, sobald man reich geworden ist." Und das ist es eben nicht. Auch wird man nicht reich, wenn man sich reich fühlt. Auch hier stimmt es vorne und hinten nicht, da du solch eine Aussage nicht so einfach festlegen kannst. Es stimmt halt einfach nicht.
Du hast Recht, es gibt keinen Beweis, dass das Unterbewusstsein etwas mit dem Zufall gemeinsam hat. Da stimme ich dir voll und ganz zu, allerdings nur, weil es so etwas wie "Zufall" nicht gibt. Genau so gibt es keinen freien Entscheidungswillen. Wissenschaftler haben bewiesen, dass bevor wir uns entscheiden, wir die Antwort bereits getroffen haben und somit der freie Wille nicht existiert.
Und nur, weil ein äußerer Einfluss wirkt, verändert sich nicht das Unterbewusstsein. Auch da stimme ich dir zu, es würde keinen Sinn machen, denn nachdem du eine auf die Fresse bekommen hast und ich dir zwei Tage später nochmals ins Gesicht haue, du höchstwahrscheinlich immer noch wie ein Kleinkind anfangen wirst zu weinen.
Die bist echt sehr absolut in deinen Aussagen. Obwohl Du meine Theorie nur aus wenigen Worten kennst, schließt du gleich solch fundamentale Aussagen. Ich sehe das Leben als eine Art Schwingungskurve. Ähnlich wie die kubische Parabel, nur halt sich immer wiederholend vom Schwingungsmuster her. Somit wird es immer Höhen und Tiefen geben. Der Grund ist auch einfach. Diesen möchte ich ebenfalls nicht nennen, weil er mit der Thematik jetzt nichts gemeinsam hat und hier nur fehl am Platz wäre. Ich kann auf diesen letzten Teil ab "Und das ist letztendlich eine Theorie, die den …" nicht näher eingehen. Da würde ich zu weit ausholen und ich erkenne sowohl in deinen, als auch in meinen Kommentaren kein bisschen von Zustimmung, deshalb ist es wohl das Vernünftigste, wir würden diese Diskussion beenden. Wie ich zu Beginn schon sagte, man wird zwei Dickschädel nicht von etwas überzeugen können, woran sie selbst nicht glauben wollen. Dennoch danke für die Diskussion, es hat mir wirklich Spaß gemacht, mal wieder ein wenig Schreiben zu können. Vielen Dank.