20. August 2010 / , / 0c

Gamescom, Torchlight, Planung

Die Gamescom ist wieder im Lande und ich habe dieses Jahr kein bisschen überlegt, ob ich hinfahren soll oder nicht, denn für mich war sofort klar, dass ich nur noch mit jemanden hinfahren kann, der absolut keine Ahnung von der Spieleszene hat. Ansonsten ist es dort einfach zu langweilig für mich, da ich auf der einen Seite kein richtiger Spieleentwickler oder Redakteur bin, der sich mit den interessanten Leuten unterhalten könnte, aber auf der anderen Seite auch kein wirklicher Casual– oder Hardcoregamer bin, die sich fünf Stunden in eine Blizzardschlange stellen könnten, um fünf Minuten Diablo 3 zu zocken. So bin ich einfach nicht.

Da lobe ich mir aber das Internet, denn so kann ich mich über die neusten Ankündigungen informieren, ohne dass ich dafür warten muss. Und dieses Jahr war es endlich mal wieder etwas umfangreicher, sodass ich sogar unglaublicherweise einige Spiele mit Spannung erwarte. Welche das sind? Ich erzähle es euch:

Bioshock: Infinite

Ich bin von der Serie absolut überzeugt und obwohl ich Bioshock 2 nicht gespielt habe, weil ich bezweifle, dass es auf meinem PC funktioniert, bin ich dennoch sehr gespannt auf den dritten Teil der Serie. Dieser spielt in einer Stadt in den Wolken und handelt von der Suche eines Detektivs nach einer verschwundenen Frau. Und es scheint sich abzuzeichnen, dass Bioshock in Zukunft nicht nur für Rapture und Unterwasserkämpfe stehen wird, sondern vor allem für Alternativweltgeschichten des frühen 20. Jahrhunderts im Stil von Jules Verne oder des Dieselpunks, was ich persönlich absolut begrüße.

Dungeons

Was soll ich sagen? Es ist ein modernes Dungeon Keeper mit mehr Rollenspielelementen und weniger Kreaturenmanagement. Man baut eine Höhle im Untergrund auf, die man mit unterschiedlichen Fallen ausstattet und in der man versucht die einströmenden Helden zu motivieren, damit man ihnen ihre Seelenenergie stehlen kann. Wahrscheinlich kein richtig gutes Spiel, aber ich mochte es schon immer komplexe Höhlen zu gestalten. Wiggles lässt grüßen.

From Dust

Endlich mal wieder eine Göttersimulation, die einen fesseln kann, nachdem Spore darin phänomenal versagt hat. From Dust stattet den Spieler mit unglaublichen Terraforming-Fähigkeiten aus, mit denen er herumspielen oder verschiedenen Eingeborenen-Stämmen helfen kann, um neue Fähigkeiten zu erhalten. Es sieht alles sehr toll aus, aber ohne einen Mehrspielermodus könnte das Spiel auch relativ schnell langweilig werden.

Risen 2

Ordentliches Gothic 4 ohne DLC, möglicherweise?

Sacred 3

Ich habe Sacred und Sacred 2 nie richtig gespielt und auf der Messe gab es keine wirklichen Informationen zum Nachfolger, außer die Tatsache, dass einer kommen wird. Trotzdem freue ich mich auf den Titel und muss sagen, dass ich mich für den dritten Teil sogar auch interessieren könnte. Die Welt fand ich persönlich schon immer genial.

Torchlight & Torchlight 2

Zum Schluss kommt hier noch eine etwas persönlichere Einschätzung, denn ich habe Torchlight erst vor kurzem durchgespielt und muss sagen, dass es ein perfektes Remake von Diablo ist. Einzelne Stadt, ein Dungeon, der sich immer tiefer erstreckt, immer stärkere Gegner, kompliziertere Strukturen und ein tolles einfaches Skill-System. Die Handlung ist nebensächlich, weil sich alles so flüssig und gut anfühlt, dass ich von dem Spiel einfach nur hin und weg bin.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich Torchlight spielen würde, weil ich Diablo-ähnliche Spiele nie wirklich lange ertragen konnte. Vor allem Spiele, die nichts anderes bieten, außer das Metzeln von Monstern. Dieses Spiel ist allerdings anders. Es spielt sich flüssig, man kommt schnell hinein und man hat nie das Gefühl, dass es nicht mehr vorangeht oder dass es einem langweilig wird, was mir bei den endlosen zufallsgenerierten Weiten von Diablo 2 schon einmal passiert ist.

Ein weiterer Pluspunkt sind einige sehr interessante Neuerungen für das Genre. Es gibt einen Tierbegleiter, der sein Inventar in der Stadt verkaufen kann, ohne dass man dorthin zurückkehren muss. Es gibt eine Ruhm-Leiste, die sich zusätzlich zu den Erfahrungspunkten füllt und einen weiteren Skill-Punkt pro Stufe ermöglicht. Und es gibt Instanzen, die sich über Portale öffnen, sodass das Spiel nicht nur an eine Welt gebunden ist. Dazu gibt es noch einen hervorragenden Editor, mit dem man so gut wie alles in der Welt verändern kann. Ich kann das Spiel also wirklich nur jedem empfehlen.

Torchlight 2 macht nur den gleichen Sprung wie Diablo zu Diablo 2. Neue Klassen, stärkerer Bezug zur Oberwelt, Koop-Kampagne, Mehrspieler-Kämpfe. Und ich kann wirklich nichts dagegen einwenden. Ich halte Torchlight 2 für ein sehr tolles Spiel und das, was ich bisher gesehen habe, gefällt mir außerordentlich gut. Und es soll bereits im Januar 2011 erscheinen.

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Noch kurz etwas zum Browserspiel und meinen Planungen für September. Ich bin bei dem Spiel jetzt in der Konzept-Phase, ich erstelle ein grobes Bild für das Spiel, all seinen Funktionen und Grafiken. Dann entwickle ich die komplette Handlung und die Charaktere, die einem als Spieler über den Weg laufen können. Ich hoffe, dass ich das im September dann komplett abschließen kann. Die Wochenenden versuche ich jedoch wieder dazu zu nutzen, neue Filme zu drehen. Ich möchte am liebsten vier Filme im September fertigstellen und zusätzlich dazu noch eine kleine Überraschung ankündigen. Aber das wird wahrscheinlich alles zu knapp. Ich lasse mich dahingehend überraschen, wie das alles funktionieren wird.

Mein Plan ist es jedoch auf jeden Fall, im September hin und wieder ein paar Konzeptzeichnungen des Browserspiels zu veröffentlichen, damit ihr vielleicht einen kleinen Einblick in den Arbeitsablauf bekommen könnt. Wer übrigens Lust hat, in einem Kurzfilm mitzuspielen, kann sich einfach bei mir melden. (Rodger, ich habe unsere Filmidee nicht vergessen, aber solange wir keine Requisiten und keine Leute dafür haben, sehe ich keine Möglichkeit das umzusetzen.) Ansonsten wünsche ich euch allen einen guten Start ins neue Schuljahr oder besser einen guten Start in die Semesterferien.