Kopfschmerzen
Ich bin heute in Döbern einkaufen gewesen und ich fühle mich mehr und mehr ausgeschlossen. Diese Welt, die mir hier auf dem Land präsentiert wird, passt irgendwie nicht mehr zu mir. Früher, als ich mich noch vor großen Städten gefürchtet habe, war ich vollends mit meiner Umgebung zufrieden. Doch jetzt fehlen mir einfach nur die Menschen, das Außergewöhnliche, das Neue.
Ich habe Kopfschmerzen vom Wetter. Die Leere der Straßen erdrückt mich. Der graublaue Himmel verdeckt jeglichen Optimismus. Und ich sehe nur noch alte Menschen. Ich fahre auf einen Parkplatz, steige aus, laufe in einen Gang, kehre um, steige wieder in mein Auto und fahre weiter. Das ist alles so erdrückend und beschissen, dass ich mich frage, was ich hier noch soll.
Viele Leute wollen mir einreden, dass ich mich falsch entschieden hätte, dass ich doch auf meine Eltern hätte hören sollen, damit ich schon jetzt mit einem Studium anfangen würde. Ich halte nichts davon. Mir fehlen meine Freunde, ja, das stimmt, aber es ist nicht so, dass ich völlig hilflos wäre oder nichts zu tun hätte.
Ich überlege wieder wegzufahren. Noch sind Oktoberferien. Ich will an die Ostsee, das Meer genießen, fotografieren, mich neuen Herausforderungen stellen, bevor ich mich wieder dem Alltag hingeben muss. Zurzeit fühlt sich alles, was ich anpacke, etwas belanglos an. Ich denke nicht, dass das so bleiben wird, aber es ist anstrengend, nicht so positiv wie immer zu sein.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich bald mein neues Album rausbringen werde. Ich bin stolz und höre es in letzter Zeit fast nur noch. Es hilft mir dabei, konzentriert zu bleiben. Es zeigt mir, dass ich es immer noch schaffe, bestimmte Dinge fertigzustellen, was ich von einigen Filmen nicht unbedingt behaupten kann. Trotzdem bleibt ein saurer Nachgeschmack. Diese Kopfschmerzen lassen mich nicht mehr los.











Ich bin ja gespannt, wie das bei mir wird. Sicher, irgendwann will ich mal studieren. Aber erstmal kommt die Welt dran, und ich will versuchen, mich so ein bisschen zu entfalten — wenn man schonmal aus der Schule entlassen is, muss man das auch zumindest für eine Weile nutzen, finde ich :)
Hoffentlich musst du dann keinen Wehrdienst mehr leisten.
Hm also was interessieren dich denn die Ferien?
Kannst du nicht fahren, wann immer du willst?
Mh. Ich hab bis heute keinen zweiten Brief gekriegt — zwei Mitschüler von mir auch nicht. Der Jahrgang unter mir wurde schon teilweise gemustert, meiner bis auf uns drei vollständig. Von dem her muss ich wohl kaum noch ran — und wenn ich doch noch zur Musterung muss, dann werde ich da vermutlich eiskalt durchrasseln, mit meiner Omphalozele (http://de.wikipedia.org/wiki/Omphalozele) :D
Ach Henry, einmal Blut geleckt, will man die Großstadt nicht mehr missen. Versteh ich, auch wenn es mich selber nicht betrifft. Vielleicht ist dann der Urlaub genau das Richtige; mal wieder Abstand vom Alltag nehmen.
Ich bin aber auch der Meinung, dass man sich auch, bzw. gerade während dem Studium frei entfalten kann, so dass ich nicht extra eine Zeit zwischen Schule und Studium brauche/brauchte.
Aber du wirst das schon schaukeln ;-)
@Patrick: Wenn die Ferien vorbei sind, muss ich wieder AGs leiten.
@Moritz: Klingt eklig.
@Matti: Ich werde schauen, was mich noch erwartet.
"Wenn die Ferien vorbei sind, MUSS ich wieder AGs leiten."
Tsssss.… du armer Junge. Nur im Stress. Dass diese Schule dich nicht einfach mal in Ruhe lassen kann. Nein, sie kommen immer an: "Henry! Mach mal ne MedienAG! BITTE!! Wir wissen nicht was Medien sind? Kann man davon schwanger werden? Werde unser Mentor Henry!! BITTE!!"
Die Leiden des jungen Herkula
2. Akt
Nach der Schule ist vor der Schule.… oder so
Nein, gar keine Leiden, ich freue mich unglaublich doll auf die AGs, aber es ist nun einmal so, dass ich mir das so eingerichtet habe und deshalb muss ich dem auch nachkommen. Nur weil du zum Beispiel etwas für dein Studium machen musst, bedeutet das ja auch nicht unbedingt, dass es schlecht ist oder du es nicht gerne machen würdest.
bei facebook würde ich unter wilhelms kommentar jetzt ein dickes "gefällt mir" setzen.