Musik aus der Vergangenheit
Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich jeden Tag neue Musik gehört habe. Damals befand ich mich in einer Phase der Veränderung und in einer Übergangszeit vom Punk zum Indie-Rock. Die Musik, die ich hörte, war sehr vielseitig, doch irgendwann war ich auch davon übersättigt, und ich entfernte mich vom Entdecken neuer Musik. Hier und da finden sich allerdings auf meinem PC immer noch die Überreste dieser Zeit und mit der Suche nach interessanter Filmmusik stolpere ich hin und wieder über einige Klassiker, die ich früher auf und ab gehört habe.
Bands wie Say Anything, One Man And His Droid oder Panic At the Disco, die mich eine ganze Zeit lang verfolgt haben, kommen mir langsam wieder ins Gedächtnis, und ich erinnere mich an die Zeiten: Damals als ich noch Jedi Knight II gezockt habe, und es nur mit der richtigen Musik geschafft habe, ordentlich mitzumischen. Damals als ich angefangen habe, die Arctic Monkeys und die Strokes zu hören, nachdem ich zum ersten Mal etwas in Navinas Kurzvortrag von denen präsentiert bekommen habe. Damals, ja. Davor konnte ich Brit-Pop nie wirklich ernstnehmen. Es war mir zu gefühlvoll, zu langsam. Doch Coldplays "X & Y" hat mich eines Besseren belehrt, obwohl es später durch das noch bessere "Viva la Vida or Death and All His Friends" abgelöst wurde.
Es überrascht mich, dass ich mich noch so gut an diese vergangene Zeit erinnern kann. Es ist definitiv aber ein sehr erfrischendes Erlebnis nach einiger Zeit der Chillwave-Musik nun wieder etwas handfestere Musik zu hören, auch wenn sie mich wie damals nicht sehr lange begleiten wird. Was haben wir noch? Dort ein wenig Millencolin und dort The Fratellis. Mit The Fratellis verbinde ich heute noch einen Fotoausflug zum Flughafen Drewitz. Die Beatsteaks werde ich ewig mit dem Gladhouse in Cottbus verbinden, und Cut Off Your Hands, Tokyo Police Club sowie The Robocop Kraus sind für mich heute noch der Inbegriff guten unbekannten Indie-Rocks.
Doch Musik kommt und Musik geht, und so wie ich heute Childs und Secret Cities feiere, so kann es morgen bereits wieder eine andere Band sein, die meine Aufmerksamkeit erhält. Es gibt noch so viel gute unentdeckte Musik da draußen, die nur auf einen wartet. Es gibt noch so viel guten Indie-Rock, gute 8-Bit-Musik, gute Pop-Rock, guten Punk, guten Shoegaze, gute Chillwave-Musik. Da kann man sich niemals völlig zufrieden geben.











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