Vektor EP, kreativer Prozess
Ein Großteil der Leser wird es zwar bereits schon wissen, aber ich möchte es noch einmal auf diesem Blog hier verkünden: Ich habe eine neue EP mit dem Namen Vektor veröffentlicht. Ja, es geht um Mathematik, aber nicht nur; und ja, es ist wieder ein relativ zügiger Ambient-Elektro-Klassik-Stoff. Und bevor ihr jetzt weiterlest, solltet ihr euch vielleicht wenigstens ein, zwei Lieder von der EP anhören, um zu verstehen, worum es jetzt gleich im nachfolgenden Text gehen wird. Ihr könnt die EP übrigens kostenlos von Xesier oder von Bandcamp herunterladen. Nur zur Information. Und natürlich könnt ihr sie euch auch komplett anhören. Und Fan von mir auf Facebook werden. Ihr wisst schon, den ganzen Social-Scheiß, den ich so liebe.
Jedenfalls geht es hier darum, wie ich an die EP herangegangen bin, und warum ich niemanden erzählt habe, dass ich überhaupt an einer neuen EP arbeite. Zunächst muss ich allerdings erst einmal mich selbst aufmuntern und mir versichern, dass ich keinen Scheiß gebaut habe: Die EP gefällt mir unglaublich gut, und ich bin trotz der miesen Resonanz sehr zufrieden. Und falls ich damit einige Fragen vorweg beantworten kann: Ja, ich höre sie mir die ganze Zeit an. Und zwei Mal, wenn ich schlafen gehe. Arroganz hoch drei. Aber kommen wir wieder zum Wesentlichen.
Vektor ist meine vierte EP und mittlerweile die sechste Veröffentlichung unter meinem Namen. Es ist das erste Mal, dass ich mich intensiv mit der Bassstruktur der einzelnen Lieder beschäftigt habe. Vektor ist dabei in vielerlei Hinsicht eine eher ruhige EP. Selbst wenn "Raum" oder "y" arg hervorstechen, so bleiben dennoch eher "Zeit" oder "System" im Gedächtnis, wenn überhaupt. Und ich weiß nicht, aber ruhigere Lieder liegen mir da einfach mehr. Ich höre sie lieber. Sie sind nicht so aufdringlich, und sie besitzen im Nachhinein häufig mehr Energie als die richtigen Kracher. Nichts gegen "Stein" oder "Zirkus" oder "Ungenügend", aber an ein "Weg" reichen die alle einfach nicht heran. Aus diesem Grund ist Vektor grundsätzlich langsamer und gesetzter angelegt.
Vektor ist für mich auch anderweitig eine interessante Veröffentlichung, denn ich habe mich erstmals nur von mir selbst leiten lassen. Ich hatte für die EP keinen festen Zeitplan oder eine größere Ankündigung. Ich habe einfach das gemacht, was ich für richtig erachtet habe, und das hat sich letztendlich für mich als das Richtige herausgestellt. In den meisten Fällen steht man sich mit seinen Vorgaben und den aufgebauten Erwartungen einfach selbst im Weg. Manchmal möchte man das, aber bei Vektor hat es wunderbar ohne diesen selbstaufgebauten Druck funktioniert. Das lässt mich darüber nachdenken, ob ich in Zukunft vielleicht weniger Projekte ankündige, und mich dahingehend mehr auf die Fertigstellung konzentriere. Allerdings war es bei den bisherigen Arbeiten für mich öfters eine gewisse Befreiung, wenn ich wusste, dass sich bereits einige Menschen auf das fertige Produkt freuen.
Es war für mich auch eine besondere Erfahrung, mich mit einigen neuen Instrumenten zu beschäftigen. Es hat Spaß gemacht, mit den unterschiedlichsten Geräuschen zu experimentieren, auch wenn sich noch nicht sehr viel davon in Vektor finden lässt (die Grundmelodie von "Skalar" wurde so beispielsweise erzeugt). Sie werden mich definitiv bei meinen nächsten Werken unterstützen. Das nächste größere Ziel besteht allerdings darin, grundlegend erst einmal wärmere Melodien zu schreiben. Mir ist aufgefallen, dass sich die meisten meiner Lieder ziemlich kalt anhören, was durch die Themen häufig noch unterstützt wird. Das will ich irgendwie ändern. Hört euch mal von "Zukunft" das Lied "Ausbildung" an. Dort möchte ich irgendwie hin. Ich weiß noch nicht wie, aber ich weiß, dass das schon klappen wird.











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