Geschichten
Eine Sache, die mich seit einiger Zeit nicht mehr loslässt, ist das Geschichtenerzählen. Ich bin davon beeindruckt, wie Menschen sich fremde Welten, andere Personen und komplizierte Konflikte ausdenken und wie man anfängt, sich mit diesen fiktionalen Ereignissen zu identifizieren, sie als kulturellen Zeitgeist anzusehen und darüber die unterschiedlichsten Diskussionen zu führen.
Wenn man also die großen Werke unserer Zeit betrachtet, dann wird man feststellen, dass man sie nicht nur allein aufgrund ihrer zugeschriebenen Bedeutung konsumiert, sondern vor allem mitreden möchte. Man möchte sich denselben Fragen stellen, denen sich bereits andere große Persönlichkeiten vor einem gewidmet haben. Das ist die eigentliche Magie, die hinter einem Klassiker steckt. Er besitzt nicht nur die Gabe, den Leser, Hörer, Zuschauer oder Spieler zu unterhalten, er schafft es vor allem durch seine Bekanntheit die verschiedensten Menschen zusammenzubringen.
Ob nun Fantasy, Science-Fiction, Thriller, Horror oder welches Genre auch immer, sie besitzen alle diese von ihren Autoren übermittelte Kraft und bringen Menschen dazu, ihre eigenen Wertvorstellungen immer wieder aufs Neue hin zu überprüfen. Dabei schaffen die Charaktere der Handlung eine mehr oder weniger glaubhafte Illusion der Wirklichkeit, die uns dabei hilft, die Erlebnisse anderer Personen durch ihre Wahrnehmung mit zu erleben. Wir werden durch die Charaktere zu einem Teil der Geschichte und machen sie damit zu einer Erinnerung von uns selbst.
Diese Vorstellungen bringen mich dazu, selbst kreativ zu bleiben, auch wenn es mir fast unmöglich erscheint. Und sie bringen mich dazu, meinem Wunsch treu zu bleiben, selbst ein Geschichtenerzähler zu werden. Ich weiß, dass ich noch lange nicht gut genug bin, um diesem Traum vollends gerecht zu werden. Ich arbeite jedoch jeden Tag daran und versuche mich auf die bestmögliche Art weiterzubilden. Vielleicht werde ich auch einmal ein Buch, einen Film oder ein Spiel produzieren, das Menschen zusammenführt. Das ist mein Ziel.











Du hast doch schon Filme gedreht, die zusammenbringen. Durch Notitz habe ich einige neue Leute kennengelernt. Und hattest sogar vor Leute aus Cottbus zu holen, die gar keiner kennt. Oder guck dir Xesier an: schon allein das Team ist ein bunter Haufen und dann noch die verschiedenen Leser.
Natürlich, aber es ist nur ein Anfang. Ich möchte noch sehr viel mehr Leute kennenlernen.