21. Juni 2011 /
Philosophie, Privat / 2c
Eine Sache, die mich seit einiger Zeit nicht mehr loslässt, ist das Geschichtenerzählen. Ich bin davon beeindruckt, wie Menschen sich fremde Welten, andere Personen und komplizierte Konflikte ausdenken und wie man anfängt, sich mit diesen fiktionalen Ereignissen zu identifizieren, sie als kulturellen Zeitgeist anzusehen und darüber die unterschiedlichsten Diskussionen zu führen. (weiterlesen)
14. Juni 2011 /
Politik, Privat / 0c
Morgen steht eine ärztliche Untersuchung an, und ich fühle mich nicht wohl dabei. Es muss sein, sagt man mir. Versicherungen brauchen Absicherungen. Äh, aber sind Versicherungen nicht eigentlich dazu da, mich abzusichern? — Hm, also kommen wir gleich zu Punkt Nummer zwei: Ich mag Versicherungen nicht. Das Konzept dahinter ist sicherlich nobel. Man schließt sich zu einer Gemeinschaft zusammen, die Geld sammelt, um im Notfall den Bedürftigen zu helfen. Die Umsetzung bereitet mir Kopfzerbrechen. Das Bild einer Versicherung ist das einer elitären Manager-Vereinigung, die sich nach meinem Geld verzehrt und mich dann unter Generalverdacht stellt, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert und ich Teile dieses Geldes zurückhaben möchte. (weiterlesen)
7. Juni 2011 /
Privat / 6c
Mein Zimmer ist das wärmste im gesamten Haus. Das ist für mich keine Neuigkeit, da ich es ja jedes Jahr aufs Neue miterlebe. Es ist aber jedes Mal gleich unangenehm, weil ich nichts dagegen tun kann. Gar nichts. Mein Zimmer liegt auf der Südseite des Hauses, was zwar bedeutet, dass ich jeden Morgen von der Sonne geweckt werde, sie aber auch gleichzeitig genügend Zeit hat, durch die riesigen fast die gesamte Wand einnehmenden Fenster zu scheinen. Man könnte ja davon ausgehen, dass sich die Hitze, wenn sie wenigstens einmal in meinem Zimmer ist, gleichmäßig im oberen Stockwerk verteilen würde, wenn ich schon die Tür öffne. Aber aus irgendeinem Grund (wahrscheinlich weil sie mich hassen) bewegen sich die warmen Teilchen einfach nicht aus meinem Zimmer heraus. (weiterlesen)