Motivation

2013-07-31

Ich habe in meiner Kindheit mit dem Schreiben angefangen, weil ich es spannend fand, Geschichten lebendig werden zu lassen. Geschichten über ferne Länder. Über zerstörte Welten. Oder über Menschen in Extremsituationen. Für mich war das immer unglaublich beeindruckend, weil ich nicht verstanden habe, wie meine Erzählungen einfach in die Köpfe von anderen Menschen gelangen konnten. Es faszinierte mich. Und heute fasziniert es mich immer noch. Nur die Themen sind mittlerweile andere geworden.

Es sind nicht mehr bloß die Geschichten. Es ist die Welt als solche. Was hält die Natur im Innersten zusammen? Warum handeln Menschen so unterschiedlich? Was treibt sie an? Was ist richtig, was falsch? Kann man das überhaupt sagen? Warum kann man überhaupt darüber nachdenken? Es sind diese Fragen, die mich mitreißen, die mich beschäftigen. Und die mich dazu anregen, meine eigenen Auffassungen immer wieder zu hinterfragen.

So bin ich zu meiner ersten Webseite gekommen. Ich konnte mich plötzlich mit anderen austauschen. Ich konnte etwas thematisieren, ich konnte Diskussionen führen. Es hat Spaß gemacht. Doch je mehr Beiträge ich schrieb, desto deutlicher wurde, dass ich ziellos umherlaufe. Ich brauchte eine größere Aufgabe, und ich entschied mich für das, was mich schon immer begeistert hat. Ich wollte mit anderen über Filme, Computerspiele, Musik und Bücher reden. Und ich wollte von diesen Gesprächen selbst inspiriert werden. Xesier war geboren.

Und auch wenn es nie so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe, so gibt es doch einige Erfahrungen, die mir fehlen würden, hätte es Xesier nicht gegeben. Es ist ein merkwürdiges Dokument meiner Vergangenheit und der Vergangenheit meiner Freunde. Und obwohl ich mich seit einiger Zeit dort vom Schreiben zurückgezogen habe, möchte ich das Projekt dennoch nicht aufgeben. Ich habe immer noch Ideen, und ich überlege, wie man sie umsetzen könnte. Ich hänge immer noch sehr daran.

Idee

Trotz allem ist es aber nicht mehr der Ort, an dem ich intensiv schreiben möchte. Ich habe mich dazu entschlossen, meinen eigenen Blog neu einzurichten, denn ich möchte wesentlich persönlicher mit den Themen umgehen und genau bestimmen, was wichtig ist. Ich möchte außerdem nur noch Beiträge schreiben, die einen umfassenden Einblick in ein Thema ermöglichen. Und ich möchte, dass die Beiträge den Menschen einen Mehrwert bieten, damit sie daraus etwas mitnehmen können. Gerade in einer Zeit, in der Facebook für Empfehlungen völlig ausreichend ist.

Das bedeutet, dass ich wesentlich weniger schreiben und sehr viel mehr über die Texte nachdenken werde. Dabei versuche ich nach wie vor, mich direkt mit einem Thema zu beschäftigen und es umfassend zu würdigen. Denn die Beiträge sollen im besten Fall Gedankenstützen für die verschiedensten Argumente sein. Beim Lesen soll man schnell ins Thema hineinfinden und es aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten können.

Andererseits möchte ich auf dieser Webseite aber auch meine Arbeiten vorstellen. Ich möchte Ideen erforschen und meine Ergebnisse präsentieren. Filme zeigen, Musik vorspielen, Bilder an die Wand hängen. Und wenn noch Zeit übrig bleibt, Empfehlungen verteilen. Ich mache das, weil ich herausfinden will, was die Zukunft bringt und wie man sie besser gestalten kann. Und ich will es herausfinden, weil ich es spannend finde und weil es mich glücklich macht.

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