2015

2016-01-04

Philosophie, Paris, Schulpraktikum. Was ist im Jahr 2015 passiert, was hat mich beschäftigt und wie sieht es mit meinen Zielen für die Zukunft aus? Eigentlich hat sich kaum etwas geändert: Ich bin immer noch davon überzeugt, dass Computerspiele das wichtigste Medium sind und versuche weiterhin alles dafür zu tun, um mich in diesem Bereich weiterzuentwickeln. Und sonst so?

Erkenntnisse: In diesem Jahr habe ich mich vor allem mit philosophischen Fragestellungen beschäftigt: Freiheit oder Determinismus? Fleischessen oder Veganismus? Wie sind Sicherheit und Überzeugungen miteinander zu vereinbaren? Was macht Schönheit aus, wie entsteht sie? Woher kommt die Wahrnehmung von irgendwas? Und was ist überhaupt Philosophie, wofür braucht man sie, was zeichnet sie aus, wie funktioniert sie und wie komme ich überhaupt zu dieser Vorstellung von ihr?

Mir ist dabei noch einmal bewusst geworden, dass ich mich auch weiterhin noch am meisten für Zukunftsphilosophie interessiere: Wie werden Menschen in einer Welt ohne Arbeit leben? Was passiert, wenn wir eine künstliche Intelligenz entwickeln, die über unsere Vorstellungen hinausgeht? Wie verändern sich unsere Bedürfnisse, wenn wir keine materiellen Beschränkungen mehr haben? In welchen Kategorien denken Menschen, die sich über die Ewigkeit hinweg verändern? Das sind alles Fragen, die mich mitreißen und die ich noch nicht einmal ansatzweise erfasst habe. Dennoch komme ich langsam damit voran. Und mit jeder grundlegenden Frage, die ich für mich beantworte, fällt es mir leichter, an die Vorstellungen anderer Menschen anzuknüpfen und darüber nachzudenken, mit was für einer Welt wir es zu tun haben.

Aber nun zu Computerspielen. Ich bin nicht auf dem Laufenden, was die Computerspielentwicklung anbelangt. Ich schaue zu wenige Videos in der Richtung, lese zu wenige Bücher. Ich bin zwar immer noch ein großer Fan von Extra Credits, aber ich habe für mich selbst noch keine theoretische Ebene erreicht, auf der ich mit meinen Annahmen zufrieden bin. Ich habe ein grundlegendes Verständnis von der Funktionsweise von Computerspielen, aber da ist noch so viel Raum, um dazuzulernen.

Dennoch habe ich mich in diesem Jahr sehr damit beschäftigt. Ich habe ein erstes Spiel veröffentlicht, das sich mit Beziehungen und den damit verbundenen Gefühlen auseinandersetzt. Ich habe unterschiedliche Organisationsformen für die Entwicklung durchprobiert. Unter anderem ein wöchentliches Format mit Git-System. Ich programmiere regelmäßig und denke so häufig wie möglich darüber nach, wie sich mathematische und spieldesigntechnische Probleme lösen lassen.

Eine weitere wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres besteht darin, dass ich immer noch nicht genug von Filmen, Musik und Texten habe. Egal, wie sehr sich Philosophie und Spieldesign im Vordergrund befinden, da bleibt weiterhin dieser Durst nach anderen kreativen Ausprägungen. Auch Celles Corner und der damit verbundene Humor bleiben für mich eine Instanz in meinem Leben, die selbst nach 8 Jahren immer noch funktioniert und neue Videos entstehen lässt. Doch da ist noch mehr. Ideen für neue Geschichten, neue Alben. Ideen fürs Lernen.

Was konkrete Ereignisse anbelangt, die mich zu neuen Erkenntnissen geführt haben, sind sowohl die Paris-Reise, als auch mein Schulpraktikum zu erwähnen. Beides hat mich dazu gebracht, meinen Umgang mit Menschen und meine eigenen Prioritäten zu überdenken. Während ich durch meine hochschulpolitische Arbeit eher davon überzeugt werde, dass es sich wenig lohnt, sich mit Menschen allzu tiefgründig zu beschäftigen, sodass man nicht von den fehlenden Umsetzungen enttäuscht wird, so haben mir die beiden Ereignisse noch einmal deutlich gemacht, dass es Spaß macht, sich mit den unterschiedlichsten Überzeugungen auseinanderzusetzen und darüber dazuzulernen. In diesem Zusammenhang habe ich über die Paris-Reise auch Tagebuch geführt und ein Lern-Portfolio für das Schulpraktikum erstellt.

Veränderungen: Doch was hat sich nun konkret verändert? Welche Vorstellungen und Konzepte sind anders? Gehen wir noch einmal kurz auf die wichtigsten philosophischen Themen vom Anfang ein und besprechen sie nacheinander: Freiheit, Veganismus, Sicherheit, Schönheit und die Grundlagen der Philosophe.

Ich gehe immer noch davon aus, dass wir determiniert sind, vor allem aufgrund der Viele-Welten-Theorie. Dennoch kann ich die Wahrnehmung von Freiheit im Alltag nicht so einfach aufgeben. Es gibt eben ein Gefühl von Wahlmöglichkeiten und auch wenn dieses Gefühl nur eine Illusion ist, so ist sie doch eine Illusion, ohne die wir nicht denken können. Ohne die Vorstellung von Freiheit, lassen sich Individuen, die handeln, nur sehr umständlich erklären: Anstatt davon auszugehen, dass einzelne Individuen Entscheidungen treffen, die ihre Handlungen bestimmen, müsste man erklären, dass es erstens Individuen gibt und zweitens sie von ihrer Umgebung vollständig bestimmt werden, was wesentlich schwieriger zu beweisen ist, was aber meines Erachtens nach die bessere Erklärung darstellt, weil die Erklärungen auf eine grundlegendere Basis gebracht werden. Dennoch ist die Vorstellung der Freiheit als Konzept hilfreich, um sowohl dem Gefühl von Wahlmöglichkeiten als auch der besseren Erklärung von Handlungen, Sprache und Denken gerecht zu werden. Ultimativ ist Freiheit für mich allerdings immer noch eine Illusion, jedoch nun eine, die notwendig ist, um die Wahrnehmung unseres Alltags effizienter zu erfassen.

Die wichtigste Erkenntnis beim Veganismus ist für mich die Unauflösbarkeit der Frage nach der Ernährung: Entweder wir sehen uns als identisch mit jeder anderen Bewegung im Universum an und hören auf uns zu bewegen, weil jede andere Bewegung genauso viel Recht auf Leben hat wie wir. Oder aber wir sehen uns als etwas Besonderes an und müssen uns die Fragen stellen, wo wir die Grenze für Ähnlichkeit setzen, dass wir andere Bewegungen nicht verletzen, und warum wir diese Grenze dort überhaupt setzen? Ähnlichkeit stellt für mich dabei den zentralen Punkt dar, der Mitgefühl steuert. Daraus leitet sich für mich ab, dass die Grenze für Mitgefühl von unserem Gefühl von Ähnlichkeit mit einer Sache abhängt. Veganismus ist daher nur eine Möglichkeit, sich mit Ernährung auseinandersetzen und auf derselben moralischen Ebene wie das Fleischessen, da ein bis zum Ende gedachter Veganismus zum Selbstmord führt. Mehr dazu in meinem wichtigsten Artikel in diesem Jahr: Veganismus. Dort skizziere ich unter anderem auch ein moralisches System, das Ziele als Ausgangspunkt für Urteile nutzt und auf Ähnlichkeit setzt.

Eine weitere These in diesem Jahr, die mich auf meinen Glaubens-Artikel zurückbringt, besteht darin, davon auszugehen, dass Sicherheit und Offenheit diametral miteinander verbunden sind. Je offener wir für eine bestimmte Sache sind, desto unsicherer müssen wir uns fühlen, da wir mit etwas konfrontiert werden, das wir nicht verstehen und demnach auch nicht einschätzen können. Diese Annahme führt meiner Meinung nach dazu, dass wir als Menschen eher zu einem konservativen, traditionellen Kultursystem tendieren. Traditionen entstehen dabei ganz grundsätzlich über soziale Vereinbarungen, die Menschen treffen und die über die Zeit hinweg weitergereicht werden. Unterschiedliche "Kulturen" sind dabei nur verschiedene Lösungsmöglichkeiten desselben grundsätzlichen Bedürfnisses nach Sicherheit, das sich durch unterschiedliche Voraussetzungen unterschiedlich herausgeprägt hat. Religionen und ideologische Überzeugungen sind für mich daher eine natürliche Weiterentwicklung von Vereinbarungen und Traditionen, aus denen Menschen dann nicht mehr ohne Weiteres herauskommen, weil die Gruppe Ausscheidungen als Sicherheitsrisiko einschätzt.

Die Schönheitsdiskussionen in diesem Jahr erweitern hingegen meine Überlegungen aus der Universalphilosophie. Dort bin ich davon ausgegangen, dass etwas schön ist, wenn es unseren Idealvorstellungen entspricht. Idealvorstellungen sind für mich in diesem Zusammenhang die besten Ausprägungen unserer Ideen (Überzeugungen, Vorstellungen). Ich will das gar nicht weiter berühren, weil diese Erklärung für mich immer noch funktioniert. Ich würde allerdings einige Aspekte ergänzen: Schönheit hat meiner Ansicht nach eine Verbindung mit erkannter Komplexität. Je mehr wir von einer Sache verstehen, je mehr Eigenschaftskategorien wir nachvollziehen und in denen wir bewerten können, je komplexer eine Sache ist, desto schöner wird diese Sache für uns. Pascal und ich sind auf diesen Zusammenhang gestoßen, als wir versucht haben, herauszufinden, was ein einzelnes Blatt an einem Baum oder ein B-Movie in der Kollektion eines Filmsammlers schön macht? Wir vermuten, dass es das Wissen über die Zusammenhänge hinter der Entstehung, hinter der Komplexität der Sache ist, die diese Sache zu etwas Besonderem für einen selbst macht. Ich würde das über Ähnlichkeit und Kontraste erklären: Es entsteht eine Ähnlichkeit zwischen der eigenen Persönlichkeit, die mit einem bestimmten Wissen angereichert ist und der Sache, die beobachtet wird, die mit dem Wissen in uns korrelliert. Weiterhin könnte der Kontrast zwischen der oberflächlichen Wahrnehmung und dem damit einhergehenden Kontextwissen auch Aufmerksamkeit hervorrufen, die dann das eher einfache Objekt zu etwas Besonderem hervorhebt. Diese beiden Erklärungen erweitern die Definition in der Universalphilosophie dahingehend, dass sie versuchen, die Wahrnehmung von Schönheit besser einzuordnen. Schönheit ist weiterhin eine Folge unserer Überzeugungen, allerdings ist für mich nun klarer, warum Schönheit und Überzeugungen miteinander verbunden sind (aufgrund der Komplexität, die durch Ähnlichkeit und Kontraste hervorgerufen wird).

Zuletzt möchte ich auf die Grundlagen der Philosophie eingehen, die mich in diesem Jahr wahrscheinlich am meisten fasziniert haben. Angeleitet durch die Frage, was man eigentlich tut, wenn man philosophiert, konnte ich im Wesentlichen für mich feststellen, dass jegliches Untersuchungsobjekt davon abhängt, dass wir Unterschiede zu anderen Untersuchungsobjekten nachvollziehen können, sodass die Hauptaufgabe der Philosophie wohl darin besteht, diese Unterschiede deutlich zu machen und zu analysieren. Um Unterschiede feststellen zu können, müssen wir Eigenschaften wahrnehmen können. Philosophie ist damit ein Werkzeugkoffer, der dabei hilft, wenn wir mit unseren herkömmlichen Herangehensweisen nicht mehr vorankommen. Was tun wir, wenn wir bei einer Sache nicht mehr weiter wissen? Die Philosophie gibt die Antwort: Wir fragen uns, mit was wir uns eigentlich beschäftigen, also was macht diese Beschäftigung, bei der wir nicht weiterkommen, genau aus, was unterscheidet sie von anderen Untersuchungsobjekten? Von welchen Eigenschaften sind wir überzeugt und warum sind wir zu diesen Eigenschaften gekommen? Mit diesen Fragen nach dem Inhalt eines Untersuchungsobjekts, erlangen wir ein besseres Verständnis über unsere eigenen Voraussetzungen und können damit neue Herangehensweisen entwickeln. Das ist für mich der Inhalt der Philosophie. In Ergänzung zu meiner Ausführung in der Universalphilosophie, bei der ich festgestellt habe, dass Philosophie die eigene Wahrnehmung hinterfragt und strukturiert, habe ich nun eine genauere Erklärung, warum sie das tut (aufgrund der Tatsache, dass eine Wahrnehmung Unterschiede feststellt, die dann durch die Philosophie eingeordnet und analysiert werden).

Bestes: Auch in diesem Jahr hat mich viel kulturelles Zeug begleitet. Doch ich muss sagen, dass ich in diesem Jahr noch ein größeres Verständnis für vergangene Kreativprodukte aufgebaut habe. Mushishi hat sich dabei in mir besonders festgebrannt. Ich verstehe nicht, warum ich von diesem Anime so sehr fasziniert bin. Genauso die Tiefseetaucher. Wie toll dieser Film ist, kann ich nur sehr schwierig beschreiben. Irgendwann werde ich sicherlich in meinen Rezensionen auf Raketenstiefel darauf zurückkommen. Auf der anderen Seite nervt es mich jedoch, dass ich mir wesentlich weniger Zeit für Neuerscheinungen genommen habe, was sich auch in der nachfolgenden Auswertung widerspiegelt.

Musik: Dieses Jahr war für mich wahrscheinlich das schlechteste Jahr für Musik seit langem. Auch wenn ich auf zwei ausgezeichnete Musikblogs gestoßen bin, fehlte es für mich komplett an diesen großen einschneidenen Alben. Dennoch beherrscht WMD für mich immer noch alles. Sein nach sich selbst benanntes Album und auch Hiraeth sind trotz allem unglaublich beeindruckend und für mich die Höhepunkte des Jahres. Zwar hat Passion Pit auch ein neues Album herausgehauen, aber das blieb dann auch nur für einen Monat im Ohr, trotz aller Bombastheit und guten Liedern wie "Looks Like Rain". Hm. Ganz im Gegensatz zu The Go! Team, die mir auch weiterhin erhalten bleiben werden. Deren neues Album, "The Scene Between", ist ziemlich gut. Das Pop-Album des Jahres stammt für mich allerdings von Betty Who, die mit "Take Me When You Go" alle klassischen Kniffe anwendet. Zum Anspielen: You're In Love. Dicht gefolgt von MS MR "How Does It Feel", das ich von den guten Liedern her mehr schätze, aber das etwas weniger im Gesamtpaket bietet. Criminals ist ein Hit. Genauso wie Freedom von Pharrell. Higher von Kwamie Liv auch. Und das war es dann auch schon mit der Musik in diesem Jahr. Bin enttäuscht, dass ich nicht mehr gehört habe. War aber nicht drin.

Filme: Und so ging es mir auch mit den Filmen. Aber da gab es wenigstens die paar Filme, die alles rausreißen. Fury Road ist der beste Film dieses Jahr, ohne Einschränkung. Das ist Filmemachen in Reinform. Geradlinige Handlung, sich klar entwickelnde Charaktere, fantastischer Erzählrhythmus, atemberaubender Musik- und Symboleinsatz. Egal, ob es sich um einen gnadenlosen Action-Film handelt. Egal, ob die Person den Film hasst. Wer Filme liebt, der muss diesen Film gesehen haben. Weiter mit Birdman. Der Oscar-Gewinner hat sich alles verdient, was man ihm geben kann. Die Geschichte über einen Künstler, der psychisch in der Vergangenheit festhängt und mit einem Theaterstück versucht, wieder etwas von seinem früheren Ruhm zurückzuerlangen, verfolgt mich immer noch. Weitere gute Unterhaltung: John Wick, Kingsman, The Man From U.N.C.L.E, Kung Fury. Fortsetzungen von Rick & Morty (beste Science-Fiction-Serie), Adventure Time (beste Kunstserie) und Steven Universe (beste emotionale Serie) waren in diesem Jahr auf dem Plan und haben gut reingehauen. Doch zum Ende des Jahres gab es dann noch einmal eine große Überraschung für mich. Und ich meine nicht Star Wars. One Punch Man ist wahrscheinlich der beste Anime in diesem Jahr. Mit der Prämisse jeden Gegner mit genau einem Schlag zu besiegen, handelt es sich um eine Dekonstruktion des Shōnen-Genres, die mit atemberaubender Geschwindigkeit und Treffsicherheit funktioniert.

Spiele: Ich habe wenig gespielt und fühle mich auch nicht so gut dabei, überhaupt etwas über die Spiele in diesem Jahr zu schreiben. Wenn ich noch nicht einmal Undertale oder Her Story gezockt habe. Trotzdem bleibt da The Witcher 3. Nicht durchgespielt, aber genug, um zu sagen, dass es sich um das Spiel des Jahres handelt. Ein Open-World-Spiel, das alle Gespräche vertont, in dem jede Nebenhandlung durchdacht wurde und einen mitreißt. Das kann ich nicht übergehen. Und das alles beeindruckt mich mehr als der Abschluss der Starcraft-2-Saga, die mich mit Legacy of the Void ebenfalls noch einmal sehr gefesselt hat. Ein völlig anderes Spiel, das seine Großartigkeit in diesem Jahr bewiesen hat, war "The Beginner's Guide". Darin geht es um die Frage, ob man von den Spielen, die ein Mensch entwickelt, auf seinen Charakter schließen kann. Weitere interessante Spiele in diesem Jahr: Afterbirth, Cities: Skylines, Rocket League, ARK: Survival Evolved.

Texte: Ich bin nicht zufrieden damit, wie viele Bücher ich gelesen habe. Was jedoch einzelne Texte im Internet anbelangt, denke ich, dass ich relativ gut dabei war. In diesem Jahr hat sich besonders ein Buch in meinen Kopf eingebrannt. Und zwar Maus von Art Spiegelman. Ich bin davon überzeugt, dass diese Geschichte über einen polnischen Juden in einem KZ, mehr über das Überleben zu dieser Zeit aussagt, als man zu fragen wagt. Ansonsten war es das Jahr der politischen Korrektheit. Während South Park zwischen Clickbait-Werbung und PC-Principal vermittelt, spricht sich Nerdcore in "There Will Be Blood" für einen besseren Umgang mit toxischer Internetkommunikation aus. René beschreibt ein Netz, das sich durch seine zu langsamen Anti-Hate-Speech-Mechanismen allmählich selbst vergiftet, das aber gerade vor einem Umbruch stehen könnte, der endgültig eine bessere Kommunikation ermöglicht. Dazu passend: The Web We Have To Save. Internet und Fernsehen nähern sich an und reduzieren den Nutzer zum Konsumenten. Für Hossein Derakhshan muss das anders werden, damit wir die Vorteile, die uns das Netz gebracht hat (Meinungsvielfalt, Dezentralität, Links, maschinenlesbarer Code), nicht einfach wegwerfen. Bloomberg veröffentlicht derweil überhaupt mal einen Überblick, was Code macht und wie er entsteht. Gut um unterschiedliche Programmiersprachen nachzuvollziehen und ein Gefühl dafür zu bekommen, was Programmierer so in ihrem Alltag so zu tun haben. Zum Abschluss der Code-Problematik noch ein Essay von Fefe, das sich damit beschäftigt, dass wir lesbaren, wartbaren Code produzieren sollen, damit wir, wenn wir mehr wissen, Programme effizienter verbessern können.

In Bezug auf die Politik im letzten Jahr konnten mir vor allem dieser Krautreporter-Artikel über den Syrien-Konflikt und der Wikipedia-Artikel zum Ukraine-Konflikt weiterhelfen. Dazu passend Gaby Weber über den Niedergang des Journalismus in Form der "Gesinnungsschreiberei" und Rico Grimm mit "Lügt die Presse? So erkennen sie es." über seine Methoden, gute Quellen zu erkennen. Zum Abschluss noch ein Artikel über Symbolik in Computerspielen, der sich mit dem schwarzen Monolithen aus FEZ beschäftigt, und ein Artikel über unser Verständnis von richtigem Handeln, das sich in Abhängigkeit von den Traditionen befindet, die sich in unserer Kultur herausgebildet haben.

Rückblick: Bevor wir uns den Plänen für das kommende Jahre zuwenden, möchte ich noch einmal zurückschauen und überprüfen, was von dem, was ich mir vorgenommen hatte, auch wirklich umgesetzt wurde: Spieldesign-Beiträge auf Xesier sind Mangelware. Dazu bin ich dann doch ein wenig zu sehr an philosophischen Texten hängengeblieben. Das wird sich verändern, aber ich weiß noch nicht wann. Grundlegende Zusammenfassungen für Deutsch, Philosophie und Bildungswissenschaften sind immer noch in Arbeit, aber ich komme da nur sehr langsam voran. Auch das wird sich noch ändern. Dafür habe ich ein Programm geschrieben, das mir dabei helfen soll, genau dieses Thema umfangreicher anzugehen. Das Drehbuch wurde nicht geschrieben. Ich sehe mich das auch noch nicht schreiben. Vielleicht aber in den Semesterferien im März. Die dritte Celles-Corner-Staffel wurde nicht abgeschlossen, aber die fünfte Folge wurde veröffentlicht. Keine längeren Beiträge war eine Lüge. Der Veganismus-Artikel ist da doch umfangreicher geworden, als ursprünglich angenommen. The Witcher 3 wurde gespielt, für gut befunden und wird abgeschlossen werden! No Man's Sky ist nicht veröffentlicht worden. Ich bin enttäuscht. Jupiter Ascending war Schrott, aber dennoch okay. Age of Ultron war okay. Song of Sea habe ich nicht gesehen. Aber es erscheint im Mai eine DVD, wird also nachgeholt. Star Wars war etwas besser als okay. Schade.

Ausblick: 2016, was gibt es? Spieldesign, Spielprogrammierung und Geschichtenerzählen. Ich möchte auf jeden Fall mehr schreiben, auch wenn ich in diesem Jahr schon sehr viele Texte veröffentlicht habe. Da geht noch mehr. Ich möchte mich weiterhin mit Deutsch, Philosophie und Bildungswissenschaften beschäftigen. Es gibt gerade künstlerisch nichts, worauf ich mich wirklich freue, außer mehr One Punch Man und mehr Rick & Morty. Soweit von mir. Das wird ein gutes Jahr!

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