2016

2017-01-09

Lernorganisation, Programmierung, Philosophie. Das vergangene Jahr war für mich sehr prägend, da ich mich verstärkt mit politischen und philosophischen Themen auseinandergesetzt habe. Aber ich habe auch sehr viel mehr programmiert. Dabei ist es für mich besonders beeindruckend gewesen, meine Erkenntnisse direkt zu verfolgen und zu reflektieren. Es ist einfach sehr spannend, etwas dazuzulernen. Aber was ist denn genau passiert?

Erkenntnisse

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in diesem Jahresrückblick meine Erkenntnisse relativ übersichtlich zu halten. Das hat leider nicht funktioniert. Es gibt einfach zu viele Dinge, die ich dazugelernt habe oder die mich beeinflusst haben. Ich hoffe jedoch, dass es sich dennoch lohnt, in diesen Erkenntnissen zu stöbern, um möglicherweise etwas zu finden, das einen interessiert.

Ähnlichkeit: Einer der wichtigsten Gedanken dieses Jahres bezieht sich auf meinen Veganismus-Artikel von 2015. Darin beschreibe ich ein Ähnlichkeitsprinzip, dessen zentraler Aspekt zur Entstehung von Mitgefühl und erfolgreichen Beziehungen darin besteht, dass wir uns selbst in anderen wiedererkennen. Im Artikel verallgemeinere ich dieses Prinzip sogar zu einem grundlegenden Konzept für jegliche Bewegung, wobei ich dafür allerdings noch mehr Nachforschungen anstellen möchte. Der wichtige Teil besteht jedoch in der Anerkennung der Ähnlichkeit als ein fundamentales Glied zum Verständnis anderer Menschen. Nur wenn wir das akzeptieren, können wir vielleicht verstehen, warum Menschen Schwierigkeiten haben, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. In der Fachliteratur wird dieses Phänomen als soziale Homophilie besprochen. Mir hat diese Erkenntnis jedenfalls sehr dabei geholfen, den Hass, den Menschen füreinander empfinden, besser in Beziehung zu einem Unverständnis über mögliche Ähnlichkeiten untereinander zu setzen. Hass erscheint mir damit als Reaktion auf ein fehlendes Ähnlichkeitsempfinden in einer Bedrohungssituation. Und das ist ein Ansatz, den ich so noch nie bedacht habe und der auf jeden Fall weiter erkundet werden sollte. (Status: Das Konzept wird in der wissenschaftlichen Forschung besprochen, aber es gibt noch zu wenig Aufmerksamkeit dafür.)

Motivation: Dieses Jahr war aber auch für meine Bildung ein besonderer Wendepunkt. Ich habe damit angefangen, ein persönliches Nachschlagewerk zu schreiben, das alle Konzepte und Ideen, die mir über das Jahr hinweg auffallen, an einem Punkt versammelt, sodass ich schnell wieder darauf zurückgreifen kann. In diesem Zusammenhang beschreibe ich auch unter anderem ausführlich meine eigene Motivation, sich überhaupt mit dem Lernen zu beschäftigen: Für mich hilft das Lernen dabei, glücklich und zufrieden zu werden, weil ich mir selbst Werkzeuge schaffe, um die Probleme meines Alltags angehen und vielleicht sogar lösen zu können. Glück ist für mich dabei ein angenehmer Zustand, der von den Wünschen einer Person abhängig ist. (Status: Meine Glücksdefinition muss vielleicht noch ausgeprägter werden, aber ich bin ansonsten mit der Erklärung meiner Motivation sehr zufrieden.)

Geschichte des Wissens: Ich habe in diesem Jahr damit angefangen, die "Philosophie des Abendlandes" von Bertrand Russel zu lesen. Darin wird der Konflikt zwischen Vorsicht und Leidenschaft beschrieben, der sich nicht nur durchs Leben, sondern auch durch die gesamte Philosophiegeschichte zieht. Wissenschaftliche und religiös eingestellte Philosophie lassen sich dabei auf die minoische Kultur (2500 bis 1400 v.u.Z.) und den Dionysos-Kult der Griechen zurückführen. Diese Erkenntnis hilft mir vordergründig dabei, die Antike nicht zu überschätzen und dafür noch stärker in die Vergangenheit zu schauen. (Status: Mehr Nachforschungen zur minoischen Kultur sind angebracht.)

Erlebte Öffentlichkeit: Ein weiteres Konzept, das ich in diesem Jahr das erste Mal für mich ausformuliert habe, beschreibt das Phänomen, dass Werbung nicht dazu genutzt wird, direkt zum Kauf anzuregen, sondern eine Öffentlichkeit für das Beworbene zu erzeugen, in der das Produkt nicht ignoriert werden kann, weil es um einen herum intensiv diskutiert wird. Dieses Vordringen von Produkten in die eigene "erlebte Öffentlichkeit" führt zu einem Druck, sich mit der Sache zu beschäftigen, obwohl man das vielleicht nicht möchte, einfach weil man es nicht ignorieren kann. Werbungen müssen dabei nicht mehr vollständig zielgruppenorientiert ausgerichtet sein, sondern verkaufen ihr Produkt durch ihre ständige Präsenz auch an Kritiker. (Status: Das Konzept muss wissenschaftlich überprüft werden, ansonsten ist es nicht mehr als eine Vermutung.)

Unterricht: Ich habe mich in diesem Jahr verstärkt mit bildungswissenschaftlichen Themen auseinandergesetzt. Dazu habe ich unter anderem "Why Don't Students Like School?" von Daniel Willingham gelesen, das darüber spricht, wie Unterricht erfolgreicher gestaltet werden kann. Die wichtigsten Punkte lassen sich wie folgt zusammenfassen: Faktenwissen steht vor dem Können, Erinnerungen entstehen durch die Beschäftigung mit einer Sache und sind die Grundlage für ein erfolgreiches Nachdenken, Neues wird durch Bekanntes verstanden und Professionalität erreicht man durch wiederkehrende Übung. (Status: Alle angesprochenen Punkt werden in dem Buch vielfach mit wissenschaftlichen Quellen belegt, müssen sich für mich aber noch im Alltag und der Ausarbeitung von Unterricht bewähren.)

Diagnose von Schulproblemen: Eine weitere bildungswissenschaftliche Thematik, mit der ich mich in diesem Jahr beschäftigt habe, ist die Diagnostik. Einer der wichtigsten Punkte besteht in der Herangehensweise, Beziehungsprobleme ins Zentrum der Analyse zu stellen. Wie ist es möglich, dass Menschen kein Interesse daran haben, sich mit anderen Menschen zu unterhalten? Gibt es zu hohe Erwartungen? Natürlich sind nicht alle schulischen Probleme auf Beziehungskonflikte zurückzuführen. Es kann auch sehr gut sein, dass Vorwissen oder Lernstrategien nicht gut genug ausgeprägt sind. Aber Kommunikationsprobleme sind häufig der Auslöser für tiefergehende Schwierigkeiten. (Status: Das wurde mir im Studium beigebracht und ich muss es nun einer Überprüfung unterziehen. Dazu werde ich auch noch ein Buch der Professorin lesen.)

Kontrollierte Schizophrenie: Eine Arte-Dokumentation über verschiedene Projekte, die den digitalisierten Menschen thematisieren, spricht davon, dass gespaltene Persönlichkeiten dabei helfen können, uns in verschiedenen Situationen effizienter zu verhalten. Durch den Wechsel unserer Persönlichkeit wechseln auch die Denkwerkzeuge, die mit dieser Persönlichkeit einhergehen, sodass wir uns schneller an unterschiedliche bekannte Umgebungen anpassen können. Mich hat diese Idee daran erinnert, wie das "Innere Team" von Schulz von Thun zusammenarbeitet, aber auch für sich arbeiten kann, um innere Konflikte zu lösen. Eine kontrollierte Schizophrenie bzw. unterschiedliche Persönlichkeitsmuster für unterschiedliche Situationen werden damit zum Normalzustand für den modernen Menschen. (Status: Interessant, aber gut anzweifelbar.)

Sicherheit und Freiheit: In unserer Welt geben wir immer mehr Freiheiten auf, um ein sicheres Leben führen zu können. Wenn wir aber wissen, dass ein vollständig gesichertes Leben noch nicht erreicht werden kann, sollten wir dann wirklich dazu tendieren, Sicherheit direkt anzustreben? Probleme fordern tiefergehende Lösungen heraus, sie erfordern Kreativität und soziale Anpassung. Sollen wir das opfern, um in einer scheinbar sicheren Welt zu leben, bis sie nicht mehr sicher ist? (Status: Ich muss mehr darüber nachdenken, gerade auch im Hinblick auf soziale Gerechtigkeit.)

Narration in Computerspielen: Die Mechanik und die Geschichte eines Computerspiels haben zwei unterschiedliche gefühlserzeugende Momente, die einander entgegenlaufen können, wenn man nicht sehr genau darauf achtet, wie sie funktionieren. Wolfgang Walk bezeichnet sie als Emergent und Embedded Story, was ich ein wenig kritisieren würde, weil meiner Ansicht nach die Mechanik wie die Ästhetik beim Film nicht sofort eine eigenständige Handlung entwickelt, sondern wenn vorhanden zunächst die menschliche Geschichte des Spiels symbolisch unterstützt oder beschränkt. Erst wenn diese menschliche Geschichte nicht vorhanden ist, entwickeln die Spielmechaniken im Kopf des Spielers eine eigene symbolische Geschichte. (Spannung wird auf bewegende Objekte verallgemeinert: Was passiert, wenn Tetrisblöcke in eine Reihe gebracht werden?) (Status: Sich darüber bewusst zu sein, dass sich die Mechaniken und die Geschichte eines Spiels gegenseitig behindern können, ist ein wichtiger Einblick, um mitreißende Computerspiele zu gestalten.)

Kollateralbildung: Zuletzt möchte ich noch über das Konzept der Kollateralbildung sprechen. Damit ist gemeint, dass Menschen Bildung erlangen, indem sie zufällig Informationen mitbekommen, während sie eigentlich etwas anderes machen. In einem Blogartikel wird davon gesprochen, dass Menschen früher in einer Zeitung auch Artikel mitbekommen haben, die sie vielleicht nicht interessiert haben, sodass sie davon ausgehen konnten, dass diese Artikel dennoch wichtig sind, da sie in der Zeitung auftauchen. Wenn jedoch Nachrichten in Richtung Buzzfeed schwenken, dann fällt diese bewusste Auswahl weg und alles, was den Kopf zu sehr anstregt, wird aus dem Alltag herausgestrichen. (Status: Bloße Vermutung.)

Veränderungen: Im vergangenen Jahr habe ich mich mit vielen philosophischen Themen auseinandergesetzt. In diesem Jahr konnte ich einige dieser Themen erneut aufgreifen und überdenken. Unter anderem habe ich sehr viel über Wahrnehmungen nachgedacht. Ich habe meine Lernorganisation erweitert, Begriffsdefinitionen entwickelt und eine erste erneute Auseinandersetzung mit Kunst ausformuliert. Dennoch bin ich nicht so wirklich zufrieden mit meinen Ergebnissen.

Wahrnehmung: Für mich ist es zum Beispiel nicht nachvollziehbar, wie Wahrnehmung entstehen konnte, da für mich nicht klar ist, wie Leben als solches entstanden ist. Alle meine bisherigen Ansätze laufen darauf hinaus, dass ein System zur Unterscheidung sowohl eine Aufnahme als auch eine Verarbeitung benötigt. Die Aufnahme nimmt die Energien der Umgebung in sich auf, während die Verarbeitung diese Energien nach etwas durchsucht, was den Zielen des Organismus entspricht. Ob sich aber beides gleichzeitig oder eines vor dem anderen entwickelt hat, lässt sich meiner Ansicht nach nicht nachvollziehen. Oder es könnte natürlich auch vollkommen anders sein. (Status: Ich weiß nicht, ob ich jemals über diese Erkenntnis hinaus etwas zur Entstehung von Wahrnehmung sagen kann, was bedeutet, dass Wahrnehmung als Grundlage für Philosophie von mir möglicherweise nur noch in ihrer derzeitigen Form analysiert werden kann, nicht aber in historischer Perspektive.)

Lernen: Neben dem bereits oben erwähnten Grundlagen-Text gibt es weitere Lernmethoden, die ich in diesem Jahr umgesetzt habe. Ich habe angefangen, wissenschaftliche Gesprächsergebnisse zusammenzufassen und für mich in Beziehung zueinander zu setzen, sodass ich bei zukünftigen Gesprächen besser vorbereitet bin. Weiterhin habe ich ein Austausch-Forum aufgesetzt, in dem ich Beiträge und interessante Diskussionen sammeln kann. Ich schreibe nun auch jede Woche einen Artikel über besondere Ereignisse und ich fasse regelmäßig meine Studiums-Veranstaltungen zusammen. Ich höre Podcasts bei längeren Autofahrten und versuche bei jeder nicht reduzierbaren Wartezeit ein wenig zu lesen, auch wenn es zum Schluss dann doch nicht so viel ist, wie ich das gern hätte. (Status: Es muss alles nur noch besser zusammenspielen und dann bin ich zufrieden.)

Determinismus: In diesem Jahr bin ich endlich dazu gekommen, Thomas Nagels "Mind & Cosmos" zu lesen, das sich damit beschäftigt, welche Alternativen zu einer materialistischen Weltsicht existieren. Die Frage nach der Freiheit unserer Entscheidung erscheint immer noch unlösbar, da unsere Innenperspektive eine Klärung unmöglich macht. Ich kann mittlerweile das Problem jedoch wesentlich genauer einschätzen, halte es aber immer noch für fragwürdig, da jede neue Erkenntnis lediglich Regeln zur physikalischen Welt hinzufügt, nicht aber eine völlig neue Wirklichkeit konstruiert. Das führt dementsprechend für mich dazu, dass ich immer noch von einem Determinismus überzeugt bin. (Status: Problem verstanden, Überzeugung erweitert.)

Metaphern: Bei der Analyse meines Veganismus-Artikels ist mir aufgefallen, dass menschliche Begriffe wie "Handeln", "Wollen" und andere nicht unbedingt dafür geeignet sind, auf naturwissenschaftliche Bereiche angewendet zu werden, da sie begrifflich möglicherweise zu weit voneinander entfernt liegen, um sie als gute Bilder zu verwenden. Es kam häufiger zu einer Ablehnung. (Status: Stärker darauf eingehen, warum menschliche Begriffe notwendig sind, um Ähnlichkeiten nachvollziehbar zu machen.)

Schönheit: Im vergangenen Jahresrückblick bin ich darauf eingegangen, dass Schönheit etwas mit Komplexität zu tun haben könnte. In einem Gespräch mit Jonathan musste ich allerdings anerkennen, dass die beiden Begriffe nicht vollständig miteinander vereinbar sind, wenn wir uns zum Beispiel einen Arzt vorstellen, der die Komplexität einer Krankheit versteht, aber nicht unbedingt diese Krankheit als etwas Schönes empfindet. Dennoch sollte Komplexität bei der Analyse von Schönheit nicht vernachlässigt werden, da eine Verbindung nicht vollkommen von der Hand zu weisen ist. (Status: Komplexitätsanerkennung führt nicht notwendigerweise zu einer Schönheitswahrnehmung.)

Kunst: Vor einigen Jahren habe ich bereits eine etwas ungereimte Kunstdefinition aufgestellt. Nun bin ich dazu übergangen, diese Definition zu überarbeiten: Ab sofort unterscheide ich in subjektive und objektive Kunst. Etwas ist für mich subjektiv Kunst, wenn es durch eine Person als etwas Besonderes anerkannt wird. Und etwas ist für mich objektiv Kunst, wenn es über mehrere Personen hinweg als etwas Besonderes anerkannt wird. Je mehr unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Hintergründen, desto wahrscheinlicher ist es objektiv Kunst. Der subjektive Teil der Definition versucht zu verhindern, dass eine Beschreibung von Kunst dazu führt, etwas als wertvoll oder nicht wertvoll zu charakterisieren. Der objektive Teil der Definition ist wiederum daran interessiert, einen Unterschied zwischen der Aufmerksamkeit, die verschiedenen Kunstwerken zuteil wird, ausfindig zu machen. (Status: Ich bin mit den Teildefinitionen sehr zufrieden, möchte aber noch weiter daran arbeiten, um alle Eventualitäten zu berücksichtigen.)

Empfehlungen

Dieses Jahr ist so schnell an mir vorbeigegangen, dass ich das Gefühl hatte, dass ich mich kaum mit irgendetwas so richtig beschäftigen konnte. Dennoch habe ich mir in diesem Jahr einige tolle Sachen angeschaut, angehört, gespielt und zu Gemüte geführt. Ich hoffe, meine Liste hält etwas für euch bereit, dass ihr vielleicht noch nicht kennt, sodass ihr etwas davon mitnehmen könnt. Ansonsten habe ich in diesem Jahr noch einige zusätzliche Kategorien hinzugefüht, sodass ich auch meinem neuen Konsumverhalten gerecht werden kann.

Musik: Musik ist für mich immer noch ein wichtiger Einfluss, aber es ist merkwürdig, wie wenig mich doch in diesem Jahr mitgerissen hat. Das einzige Album, das mich interessiert hat, war Kanye West - The Life of Pablo. Alles andere ist nur so an mir vorbeigezogen. Nicht einmal ein neues Radiohead-Album konnte da viel aus mir rausholen, obwohl das Musikvideo für "Burn the Witch" schon ziemlich reingehauen hat. Ansonsten habe ich viel Vaporwave und kranken Elektropop gehört. Nichts Außergewöhnliches, nichts was letztendlich doch hängenbleibt. Vielleicht Lily & Madeleine. Aber sonst? Zum Abschluss möchte ich noch das unvermeidliche WMD-Album des Jahres vorstellen: Limerance hat mich nicht so komplett überzeugt, aber ist immer noch ein tolles Album - Hörempfehlung: Attachment.

Filme: Bei den Filmen sieht es dieses Jahr anders aus. Ich bin diesmal absolut zufrieden. Mein Film des Jahres ist Arrival. Auch wenn die Geschichte vielleicht ein wenig unbefriedigend endet und sich ein wenig zu sehr auf die Protagonistin konzentriert, bin ich dennoch von diesem Film unglaublich beeindruckt. Ich freue mich, dass Hollywood dazu in der Lage ist, ordentliche High-Concept-Science-Fiction nicht nur zuzulassen, sondern daraus auch ein spannendes Drama zu entwickeln. Ich kann den Film jedem empfehlen, der ruhige Science-Fiction mag und der an politischen Dramen interessiert ist.

Als zweiten großen Film dieses Jahres möchte ich über Swiss Army Man sprechen. Ich denke, dass dieser Film vollkommen unterschätzt wurde und hoffe, dass er es schafft, irgendwann als Kultfilm sein Revival zu inszenieren. Paul Dano und Daniel Radcliffe spielen so unglaublich einfühlsam, das ist unglaublich. Anschaubefehl!

The Nice Guys scheinen in dieser Auflistung etwas deplatziert, aber ich muss sagen, dass ich diesen Film sehr mochte und er genau das Gefühl erzeugt hat, das ich mir von ihm gewünscht habe: so einen 70er-Jahre-Charme mit dem nötigen Humor eines Buddy-Action-Films wie Lethal Weapon. Und das alles hat er sehr gut hinbekommen.

Ich muss in dieser Auflistung unbedingt die dritte Staffel von Black Mirror erwähnen, die mich in diesem Jahr, wie keine andere Serie mitgerissen hat. Philosophie und Science-Fiction in einer düsteren Zukunftsvision, die Kritik an unseren gesellschaftlichen Verhaltensweisen übt. Ja und nochmals ja.

Ansonsten kann ich auch noch den sehr gut inszenierten Thriller Raum empfehlen. Max Landis Dirk Gently war ein großer Action-Spaß. The Trust ebenfalls. High-Rise war interessant, aber dann doch vergessenswert. Lieber dann doch Doctor Strange, 10 Cloverfield Lane, Deadpool oder sogar Captain America: Civil War. Westworld habe ich nur über Analysen passiv mitbekommen, wurde aber in diesem Jahr sehr gehypt.

Computerspiele: Ich hatte zunächst die Vermutung, dass ich in diesem Jahr wahrscheinlich überhaupt nichts mit Spielen anfangen könnte. Ich lag definitiv falsch und ich bin beeindruckt, dass es Stellaris geschafft hat, mich so sehr einzunehmen, dass ich die meisten anderen Spiele nur müde anlächeln konnte. Stellaris gehört zum Genre der "Grand Strategy". Es geht darum, ein galaktisches Reich aufzubauen, zu forschen, neue Planeten zu besiedeln und mit außerirdischen Rassen zu kommunizieren. Dabei gibt es unterschiedliche Siegbedingungen und Ziele, die man erfüllen kann.

Ein anderes Spiel, das mir sehr gefallen hat, das ich aber nur bei anderen gesehen habe, die es gespielt haben, ist Stardew Valley. Dabei handelt es sich um eine Lebenssimulation, in der ein Büroangestellter aufs Land zieht und dort einen Bauernhof eröffnet. Das Spiel ist mit so vielen Inhalten vollgestopft, dass ich Angst hatte, dass ich mich darin vollkommen verliere. Und auch wenn ich wahrscheinlich 2017 nicht dazu kommen werde, das Spiel in seiner Fülle zu genießen, so muss ich sagen, dass ich einfach glücklich bin, dass dieses Spiel existiert.

"The Witness" ist ein weiterer Vertreter der Spiele, die ich nie fertigspielen werde, die aber darin aufgehen, Computerspiele als Kunst und als Diskussionsobjekt weiter voranzubringen. Allein dewegen ist das Spiel für mich interessant. Die Puzzlemechanik ist fantastisch ausgearbeitet und erweitert die Frage danach, was es bedeutet, etwas in der Welt zu beobachten. Wie gehen wir mit psychischen Eigenheiten um?

Firewatch habe ich zu Ende gespielt und war enttäuscht. Doch ich war nicht enttäuscht, weil das Spiel schlecht wäre, es ist wahrscheinlich eines der großen Spiele, das sowohl Mechaniken perfektioniert, als auch Spiele als Erzählmedium voranbringt. Ich war enttäuscht, weil ich mir doch alles anders vorgestellt habe. Das Spiel hat sehr stark mit meinen eigenen Erwartungen gebrochen und ich finde das etwas außerordentlich Gutes, wenn Spiele dazu in der Lage sind, meine Gedanken zurückzuschrauben und mich vor andere Probleme zu setzen, als ich sie gewohnt bin.

Zuletzt möchte ich noch Inside erwähnen, das für mich in diesem Jahr etwas außergewöhnlich Seltsames gewesen ist. Ich habe kaum noch Interesse an Plattformern, die sich nur auf die Mechaniken konzentrieren, die ein lineares Voranschreiten ermöglichen. Und dennoch hat mich dieses Spiel sehr beeindruckt, weil die Welt und das Ende mich dann doch gepackt haben. Ich mag dystopische Erzählungen, ich mag die Stille, ich mag die Ästhetik. Das alles funktioniert hervorragend. Und ich kann das Spiel nur jedem empfehlen, der am Ende etwas zum Nachdenken haben möchte.

Andere Spiele in diesem Jahr, die ich faszinierend fand, die mich aber dann doch zu wenig gepackt haben, als dass ich mich mit ihnen intensiver beschäftigen wollte, waren in keiner bestimmten Reihenfolge Darkest Dungeon, das neue Doom, Overwatch, The Last Guardian, das unglaublich gefloppte No Man's Sky, Civilization 6, XCOM 2, Abzu und Final Fantasy 15.

Podcasts: Eine neue Kategorie sind die Podcasts, die mich in diesem Jahr begleitet haben. Und zuallererst ist wohl der WRINT-Geschichtsunterricht zu nennen. Holger Klein und Matthias von Hellfeld sprechen über verschiedene geschichtliche Ereignisse und betrachten sie in Bezug auf ihre Bedeutung für die heutige Zeit. Unglaublich spannend! Ich empfehle die Folgen über den NS-Kriegsverbrecherprozess, das Sykes-Picot-Abkommen, Alkuin, den Rheinbund, die Türkei, Diderots Enzyklopädie und die Völkerwanderung.

Der nächste Podcast ist für mich ein wenig schwieriger zu bestimmen. Aber zwei Folgen von The Pod haben mich von dem in diesem Jahr kommerziell gestarteten Projekt von André Peschke und Jochen Gebauer sehr beeindruckt, auch wenn ich kein Freund davon bin, Journalismus hinter einer Paywall zu verbergen. "Wenn der PR-Manager die Preview schreibt" und "Walkthrough: Das beste Spiel, das nie jemand gespielt hat" sind für mich großartige Einblicke in zwei sehr unterschiedliche Bereiche des Computerspiel-Mediums und der Prozesse dahinter.

Ansonsten möchte ich noch den Aufwachen!-Podcast erwähnen, der jede Woche Nachrichten auswertet und einen tiefen Einblick in politische Zusammenhänge liefert. Kein anderer Podcast schafft es meiner Ansicht nach, Politik so umfassend zu betrachten. Und zum Ausgleich möchte ich noch "Fest und Flauschig" besprechen. Der Podcast von Jan Böhmermann und Olli Schulz ist für mich Blödelei auf hohem Niveau. Es ist der Versuch komödiantische Aspekte mit aufrichtigen Persönlichkeiten zu verbinden. Ich mag das sehr, aber mir passiert es häufiger, dass ich am Ende nicht mehr weiß, was überhaupt passiert ist - wohl ein wenig so wie ein Alkoholrausch.

Texte: In diesem Jahr habe ich sehr viele Sachbücher gelesen, aber ich denke, dass mich davon wohl am meisten die "Philosophie des Abendlandes" von Bertrand Russel begeistert hat. Die klare Sprache und der Umgang mit den verschiedenen philosophischen Theorien haben mich sehr überzeugt. Aber so wie jedes Jahr überwiegen die Texte aus dem Internet, die mich wirklich umgehauen haben.

Edge hat zum Anfang des neuen Jahres noch einmal das beste rausgehauen, was ich im gesamten letzten Jahr gelesen habe. Ich werde es auch noch einmal im nächsten Jahresrückblick verbreiten, weil ich denke, dass dieser Artikel absolut beeindruckend ist. 206 Antworten auf die Frage: Welches wissenschaftliche Konzept sollte bekannter sein? Ich bin nach ein paar Tagen schon durch die Hälfte aller Antworten und bin überzeugt, dass es das eigene wissenschaftliche Verständnis unglaublich erweitert, sich alle Antworten durchzulesen.

Zwei meiner Lieblingstexte aus diesem Jahr stammen von Scott Alexander. Scott hat eine beeindruckende Art und Weise, Texte so zu konzipieren, dass man dranbleiben und sie zu Ende lesen möchte. Einmal beschreibt er den Umgang mit störenden Individuen in einer Gemeinschaft, zum anderen eine generelle Herangehensweise, um Sachtexte eingängiger zu gestalten. Beide Texte bieten so viele Ansatzpunkte, um darüber nachzudenken, dass ich beides nur sehr empfehlen kann.

Ein weiterer Artikel, der mich in diesem Jahr sehr mitgerissen hat, beschäftigt sich mit der Frage nach der Eindeutigkeit von biologischen Geschlechtern und verneint sie. Es gibt so etwas wie zwei Grenzpunkte einer Skala (männlich, weiblich) und diese Grenzpunkte sind wahrscheinlicher. Ansonsten gibt es jegliche Kombinationsmöglichkeit. Es scheint kein Weg daran vorbeizuführen, eine dritte Sozialisationsmöglichkeit einzuführen, die sich weder vollständig dem männlichen, noch vollständig dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlt. Ich denke allerdings, dass eine Unterscheidung von männlich und weiblich dennoch Sinn ergibt, weil der Großteil der Menschen nicht in den Mittelteil der Skala fällt und die verschiedenen Geschlechtsorgane und -entwicklungen damit nicht ignoriert werden sollten.

Wait But Why spricht über Teslas Bemühungen bis Januar 2025 die ersten Menschen zum Mars fliegen zu lassen. Das sind nur noch 8 Jahre und ich bin sehr aufgeregt. Wir werden sehen, ob dieser Plan aufgeht oder ob es zu Verschiebungen kommen wird. Ich tippe auf letzteres.

Videos: YouTube wird für mich immer stärker zu einem Ort, um mein Wissen herauszufordern und zu erweitern. Um dieser Veränderung gerecht zu werden, möchte ich nun die Videos vorstellen, die mein Denken in diesem Jahr erweitert haben oder die ich als beeindruckend ansehe. Beginnen möchte ich mit einem Video über Selbstausdruck. Adam Driver beschreibt darin, wie Kunst es ermöglicht, anderen mitzuteilen, wie es einem selbst geht und damit eine Kommunikation zu etablieren, die auf Verständnis aufbaut. In so einer deutlichen Art und Weise habe ich das noch nie gehört und ich möchte es jedem ans Herz legen, sich wenigstens die ersten neun Minuten dieses Video anzuschauen.

Ansonsten hat mich weiterhin dieses Video über die Etablierung eines Kalenders der menschlichen Ära beeindruckt. Darin wird vorgeschlagen, die Geschichte vor der Geburt von Christus nicht aus dem Bewusstsein zu streichen, sondern sie in einen größeren Kontext zu setzen. Als Startpunkt wird die Konstruktion des ersten Bauwerks vor 12000 Jahren angesehen.

Eines meiner größten Probleme mit der Suche nach Wahrheit, mit der Relevanz der Geisteswissenschaft und mit der fehlerbehafteten Durchführung soziologischer Bemühungen, wird in diesem Video des Idea Channel zusammengefasst in der Frage: Sind Geschichte und Vergangenheit zwei unterschiedliche Dinge?

Dieses Video über Rick & Morty hat mich daran erinnert, was ich so großartig an der Serie finde. Uplifting Cyncism beschreibt dabei das Konzept, dass wir wissen, dass unser Leben im Universum sinnlos ist, aber wir dennoch Sinn darin finden, wenn wir uns auf die Dinge konzentrieren, die in unserem Alltag sind und die wir genießen können: Familie, Freunde und Hobbys. Dazu passend ein weiteres Video vom selben Autor, das kritisiert, dass Ironie und der damit verbundene Postmodernismus keine möglichen Antworten auf unsere unabschließbaren Probleme liefern, sondern sie uns nur deutlich machen. Uplifting Cynicism und Aufrichtigkeit bieten jedoch vielleicht Möglichkeiten mit dieser Situation besser umzugehen.

Viele Videos beschäftigen sich mit kleinen Elementen aus den verschiedenen Formen der Kommunikation: Ein Video über die Philosophie von Lars von Trier (künstlerische Einschränkung, Manipulation, Fragen stellen, Emotionen und Charaktere im Vordergrund inklusive symbolischer Verbindung zur Welt, Schnitte zum Resultat sind wichtiger als die Handlung selbst, Improvisationen). Eines über die fünf Gründe, warum deutsche Filme eher schlecht sind (1. Medium wird unterschätzt: weniger Filmförderung als andere Länder; 2. Förderung ist politisch: Dramen, Liebesfilme, Komödien in realistischer Erzählweise werden bevorzugt; 3. Filmförderung ist alternativlos: deutsche Filme können sich selbst nicht finanzieren; 4. Kinofilme müssen fernsehtauglich sein: Tatortzuschauer bestimmen das Kinoniveau; 5. Filmemacher haben keine Perspektive: junge Filmemacher haben es schwer, eine Karriere zu finanzieren). Eines über Edgar Wrights Blenden in Scott Pilgrim, einem Film über Veränderungen (transitions in a film about transitions). Eines über das Licht in Animationsfilmen wie Akira, das von solchen Filmen erst erschaffen werden muss.

Ansonsten möchte ich noch ein kleines Video vorstellen, das meinen eigenen Spielmechanik-Designprozess verändert hat. In dem Video wird die Methode von Koichi Hayashida vorgestellt, die daraus besteht, das Lernen von Spielmechaniken in einzelne Abschnitte zu unterteilen, die sich in Einführung, Entwicklung, Twist und Abschluss gliedern. Diese Methode kann dabei helfen, viele komplizierte Mechaniken durch einen einfachen narrativen Entwicklungsprozess beizubringen.

Zum Abschluss noch ein Video über alle Physikbereiche, ein Video über die Grafik-Bearbeitung mit Machine-Learning-Algorithmen und ein Video über die Audio-Bearbeitung mit Machine-Learning.

Inspiration: In diesem Jahr möchte ich auch einen kurzen Überblick über bestimmte Kunstwerke geben, die sich möglicherweise nicht so gut in die klassischen Kategorien einordnen lassen. Da ich allerdings erst relativ spät im Jahr dazu übergegangen bin, diese Dinge einzutragen, fällt es dementsprechend auch etwas kürzer aus. Einmal waren das Mike Barrs Rainy Citiscapes, die mich durch ihren melancholischen Charme gepackt haben. Aber auch Matt Rockefeller hat mich in diesem Jahr nicht enttäuscht. Den Abschluss bildet eine Geschichtsübersicht, die die Lebensdaten großer Persönlichkeiten aus verschiedenen Feldern zeigt und sie in einen zeitlichen Zusammenhang setzt.

Fazit

Ereignisse: In diesem Jahr gab es mehrere Ereignisse, die mich beeinflusst haben. Angefangen hat es mit der Veröffentlichung der Daten des LIGO-Projekts im Februar über die Kollision von zwei Schwarzen Löchern. Diese Daten haben die allgemeine Relativitätstheorie von Einstein bewiesen und eröffnen damit ein neues Werkzeug, um das Universum zu beobachten (Gravitationswellenmessung).

Im Juli erreicht Pokémon GO seinen Höhepunkt, was teilweise dazu führt, dass Menschengruppen von 100 Personen in der Nacht umherziehen, um Pokémon zu jagen. Die Sonde Juno erreicht den Jupiter und sendet erste Fotografien. Es kommt allerdings auch zu zwei politisch motivierten Anschlägen, die Deutschland als Ziel von IS-Terrorismus etablieren. Eine frohe Nachricht: Die Bundesregierung entschädigt Homosexuelle, die unter den Gesetzen der Vergangenheit gelitten haben.

Im November einigen sich Google und GEMA, sodass alle Musikvideos auf YouTube auch für Deutschland zugänglich werden. Für mich ist das ein großer Umbruch, weil vorher jahrelang betont wurde, dass eine Einigung wohl nicht zustandekommt, sodass ein Großteil der Musikvideos aus Deutschland nicht ohne Umwege zugänglich gewesen ist. Im November wurde CRISPR/Cas9 erstmals an einem Menschen zur Bekämpfung von Krebs angewendet. In den nächsten Monaten wird sich herausstellen, ob die Behandlung funktioniert hat

Ansonsten bleibt weiterhin der Klimawandel im Blickfeld der Forschung. Das gesamte Jahr über wurden Hitzerekorde gebrochen, sodass es immer schwieriger wird, genau vorherzusehen, wie groß die Veränderungen sein werden.

Rückblick: In Bezug auf den vergangenen Jahresrückblick hatte ich mir unterschiedliche Ziele gesetzt. Ich wollte mehr schreiben, mich stärker mit Deutsch, Philosophie und den Bildungsiwssenschaften auseinandersetzen und ich wollte mehr One-Punch Man und Rick & Morty konsumieren. Zunächst zum Offensichtlichen: One-Punch Man und Rick & Morty wurde 2016 nicht fortgesetzt. One-Punch Man hat zwar ein paar Manga-Kapitel dazubekommen, aber keine weitere Staffel des Animes. Allerdings werden beide Serien weiter produziert. Es wurde eben nur nichts 2016 veröffentlicht.

Ich habe es ebenfalls nicht geschafft, mehr zu schreiben, je nachdem, wie man es betrachten möchte. Ich habe mehr für mich selbst geschrieben, aber nicht so viel veröffentlicht. Das hat hauptsächlich damit zu tun, dass ich mich zurzeit stärker auf das Dazulernen von neuen Konzepten konzentriere und weniger versuche, generelle Konzepte zur Diskussion zu stellen oder zum Nachdenken anzuregen. Ich weiß nicht, wie sich das in den nächsten Jahren fortsetzen wird, aber ich habe großes Interesse daran, weiterhin künstlerisch als auch textlich aktiv zu sein. Generell kann ich aber sagen, dass ich große Fortschritte in meinem Studium mache und alles wesentlich besser nachvollziehen kann, als das noch vor ein paar Semestern der Fall gewesen ist.

Ausblick: Was erwartet mich 2017? Ich hoffe kürzere Jahresrückblicksartikel. Ansonsten werden spannende Filme und Spiele veröffentlicht: Blade Runner 2047, Alien: Covenant, Ghost in the Shell, Baby Driver, Dawn of War 3, Torment: Tides of Numenera, Elex. Für meine persönliche Entwicklung habe ich mir vorgenommen, ein Tagebuch zu führen und zu schauen, ob ich damit etwas anfangen kann. Aber ich möchte auch weiter an meinen Projekten arbeiten: ein Computerspiel entwickeln und meinen Grundlagen-Artikel weiterschreiben. Mal schauen, ich wünsche uns allen auf jeden Fall ein tolles Jahr!

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