Lächeln

Ich existiere, gebrochen, verloren in dieser Welt,
gefühlskalt gemacht, erschossen, von jenen mit Geld,
stehe auf der Straße, schreie laut, gehe vor und zurück,
warte auf die Antwort, bald kommt sie, jeden Augenblick.

"Wo seid ihr Geister, kommt holt mich, ich fürchte euch nicht,
ihr leidigen Schatten, ihr verdient es, ihr versperrt meine Sicht.
Eine Sicht auf das Kommende. Eine Sicht auf mein Glück.
Besiege ich euch, bin von Angst geheilt, aber für immer verrückt?
Ihr wisst es doch, also sagt es schon, bin ich verrückt?"

Höre sie nahen, will mich retten, ein für alle mal!
Werd nicht mehr weglaufen, bleibe, und nun weg mit der Qual!
Weg mit allem, was mich zerstört, her mit dem, was mir gehört.
Mein Wesen, es kämpft, ich lächle ihnen zu,
sie sind ein Teil von mir - sind nicht mehr.

Titel: Lächeln

Veröffentlichung: 08. Juli 2015

Autor: Henry Herkula

Beschreibung: geschrieben in Leipzig, Angst vor der Zukunft, Kampf