Nebel

Lauf durch den Wald,
Arme verschränkt,
das Gesicht ganz kalt.
Woran man so denkt,
wenn man so läuft,
ich denk an Nebel,
ja Nebel - Nebel,
der Vergangenheit.
 
Stell mir so vor,
wie mein Leben so war,
als ich noch recht unnahbar,
als Stress noch rar, du noch nah,
alles okay, alles wahr.
 
Wünsch mich zurück,
in eine Welt voller Naivität,
wünsch mich zurück,
in eine Welt so voller Geborgenheit,
in eine Welt so voller Glück.
Wünsch mich zurück,
zurück nach Haus,
zurück zu euch,
zurück zu ...
 
Falsch. Wünsch mich nicht zurück,
falsch, vergesst Naivität, Geborgenheit,
vergesst die ach so gold'ne Zeit.
Ich leb - jetzt, bin jetzt hier,
bin zufrieden, bin ich selbst,
kann so sein, wie ich mich fühl.
 
Die ganzen Gedanken an die Vergangenheit,
sind Nebel, sind Fluch, sind alles, sind mir leid,
die Gegenwart war schon immer ein bisschen trist,
weil das Leben nun einmal ein bisschen so ist.

Titel: Nebel

Veröffentlichung: 21. April 2012

Autor: Henry Herkula

Beschreibung: geschrieben in Klein Kölzig, Vergangenheit, Trennung