Unterricht

Created: 2019-04-11 Updated: 2021-05-13 History Videos

Auf dieser Seite sammle ich Unterrichtsvorbereitungen und Herangehenweisen für die Gestaltung von Lernsituationen. Im Wesentlichen folge ich den Schritten der allgemeinen Erziehungswissenschaften der Universität Leipzig, die ich mit eigenen Vorstellungen anreichere.

Theoretische Basis

Philosophie

Deutsch

Allgemein

Sprache

Die nachfolgenden Bereiche beschäftigen sich mit den einzelnen "Mängeln" aus klassischen Bewertungssituationen und sie sollen Anregungen sammeln, wie solche Situationen von Lehrenden und Lernenden aufgelöst werden können. Gleichzeitig sollen diese Bereiche die Lernenden dazu anregen, ein Bewusstsein für diese Auffälligkeiten zu entwickeln und über Sprache intensiver nachzudenken.

Darüber hinaus möchte ich darauf hinweisen, dass ich es grundsätzlich für problematisch halte, innerhalb der Fehlertypen zum Beispiel zwischen Rechtschreibung und Grammatik zu unterscheiden. Die Grammatik einer Sprache bezeichnet alle systematischen Regeln, die dieser Sprache zugrunde liegen. Ein Rechtschreibfehler wäre in dieser Bedeutungsüberschneidung dementsprechend immer auch ein Grammatikfehler. Dennoch sind diese Fehlerkategorien bisher immer noch fester Bestandteil einiger Verordnungen1, sodass ich mich dazu entschieden habe, sie auch weiterhin so zu verwenden.

Für mich ist auch die Bezeichnung Mängel oder Fehler innerhalb einer sprachlichen Einschätzung problematisch, weil sie impliziert, dass eine genaue Bestimmung der Kommunikationsstörung möglich ist. Sinnvoller wäre meiner Ansicht nach eher eine Unterscheidung zwischen inhaltlichen (fehlende Zusammenhänge, fragwürdige Stilentscheidungen, Weitschweifigkeit, Unklarheiten bei bestimmten Einzel- und Satzformulierungen) und grammatischen Unklarheiten (Probleme bei Flexion, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Zeichensetzung, Zeit-, Fall-, Person-, Geschlechts-, Zahlbestimmungen, Unerkennbarkeiten), die deutlich machen, dass eine prüfende Person eine Kommunikationsschwierigkeit festgestellt hat, die nicht aufgelöst werden konnte.

In diesem Bereich geht es aber grundsätzlicher um die Frage danach, welche sprachlichen Besonderheiten für das allgemeine Verständnis des Deutschen relevant sind und wie diese Eigenheiten erkannt und angewendet werden können. Sprachreglementierungen haben ihren Wert nur in einer besseren Verständlichkeit auf Basis einer begrenzten Komplexität. Das bedeutet, dass ein paar sprachliche Regeln eine nachvollziehbare Kommunikation ermöglichen sollten. Sind die Regeln allerdings zu komplex oder erfüllen sie keine klare Funktion, plädiere ich dafür, dass sie missachtet werden, um eine effizientere Verständigung zu ermöglichen.

Innerhalb der Schule sind Rechtschreibung, Grammatik und Sauberkeit vordergründig oberflächliche Signale für die mögliche Intelligenz einer Person (Quelle). Dies hat praktisch zur Folge, dass Lernende, die oberflächlich eine bessere Wirkung erzielen wollen und damit auch bessere Noten erhalten wollen, zumindest einen Teil ihrer Energie darauf verwenden sollten, den geforderten Regeln zu entsprechen. Auf der anderen Seite soll dies auch eine Ermahnung an Lehrende und andere Menschen sein, die Rechtschreibung und Grammatik überbewerten, weil sie sich nur in ihrer eigenen Sprache wohlfühlen.

Ich halte Grammatik und sprachliche Besonderheiten grundsätzlich für sinnvoll und wichtig. Das hat aber vordergründig damit zu tun, dass ich davon ausgehe, dass das eigene Entdecken von Sprachregeln zu einem reflektierteren Gebrauch von Sprache insgesamt führt, was wiederum meiner Ansicht nach die Kommunikation zwischen den Menschen verbessert. Dass Rechtschreibung und Grammatik als Indikatoren für Intelligenz dienen, ist für mich in diesem Fall nur ein Nebenprodukt dieser weitaus wichtigeren Eigenschaft.

Grammatische Unklarheiten bzw. Sprachlich-formale Mängel
Inhaltliche Unklarheiten bzw. Inhaltliche Mängel

Wichtige Abweichung von der sächsischen Verordnung: Ausdrucksunklarheiten (einschließlich Stil) sind für mich eindeutig inhaltliche Probleme, da die konkrete Ausformulierung eines Konzepts das Konzept mitbestimmt. Wenn also eine wahrgenommene Ausdrucksunklarheit beim Prüfenden vorhanden ist, dann muss inhaltlich belegt werden, warum eine Formulierung unpassend ist (zum Beispiel weil sie Assoziationen hervorruft, die das Konzept normalerweise nicht besitzt und sie dadurch die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenkt).

Manchmal werden inhaltliche Unklarheiten nicht weiter spezifiziert und lediglich mit einem (I) symbolisiert.

Gymnasium Sachsen 2019

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Generell freue ich mich darüber, wenn meine theoretischen Überlegungen oder meine Unterrichtsvorbereitungen weitergedacht werden. Wenn Ihnen ein Fehler auffällt oder Sie gern über ein Thema diskutieren wollen, schicken Sie mir einfach eine E-Mail.

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Anmerkungen

  1. Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Durchführung der Oberstufe und der Abiturprüfung an Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs (VwV Durchführung Oberstufe und Abiturprüfung) ↩︎

Literatur