Am offnen Fenster

Ich seh hinaus in die finstre Nacht,
ist nicht viel übrig von des Tages Pracht.
Am offnen Fenster, furchtbar allein,
steh ich ganz still, lass mich beschein.
Hier hör ich zu, hier ist mein Platz,
bei Regen, Lichter, kalt und Katz.
Fühl mich recht wohl in meinem Leben,
man verbot es mir, mich zu ergeben.
Doch ich spür das Unheil schon recht nah,
Unbehagen war seit jeh schon immer da.
Aus der Ferne, da, ich merk's, da stürmt es her,
atme tief, auch weit, ja, atme schwer.

Titel: Am offnen Fenster

Veröffentlichung: 08. Januar 2012

Autor: Henry Herkula

Beschreibung: geschrieben in Klein Kölzig, Nacht, Regen