Gesellschaftliche Erziehung

Created: 2026-06-20 Updated: 2026-06-20

Gesellschaftliche Erziehung bezeichnet eine Erziehung, bei der kein direkter regelmäßiger Kontakt zwischen dem Erziehenden und dem unselbstständigen Individuum stattfindet. Diese Form der Erziehung ist darauf ausgerichtet, in zufälligen Situationen vorbildliches gemeinschaftliches Verhalten zu zeigen oder mit den eigenen Handlungen zu unterstützen, um eine Entwicklung zu fördern, die zu einer rücksichtsvolleren und glücklicheren Gesellschaft führt.

Beispiel

Ein Beispiel für gesellschaftliche Erziehung besteht darin, wenn ein Fußgänger an einem Straßenübergang bewusst bei "rot" wartet, weil ihn Kinder sehen könnten, obwohl kein Auto kommt und er nicht davon überzeugt ist, dass er jemanden damit schadet, wenn er die Straße überquert und es auch nicht seine direkte Aufgabe ist, Kindern beizubringen, dass sie bei einer roten Ampel stehenbleiben müssen. Wenn diese Person allerdings davon überzeugt ist, dass es die Aufgabe der Gesellschaft ist, unselbstständigen Individuen vorbildliches Verhalten zu zeigen, dann handelt es sich um gesellschaftliche Erziehung. Es geht darum, dass diese Individuen gegebenenfalls nicht dieselben Fähigkeiten wie andere haben und es daher wichtig ist, dass ihnen keine Verhaltensweisen gezeigt werden, die sie in Gefahr bringen oder ihre Entwicklung negativ beeinflussen könnten.

Sozialisation

Während Sozialisation allgemeine Anpassungsprozesse der Denk- und Verhaltensweisen aufgrund der Gesellschaft bezeichnet, so ist gesellschaftliche Erziehung eine bewusst gefasste Handlung eines Individuums, um die Gesellschaft nach eigenen Vorstellungen zu verbessern. Gesellschaftliche Erziehung kann damit auch als das bewusste Verständnis über den Einfluss auf die Sozialisation anderer Personen begriffen werden.