Zusammenfassung

Created: 2026-07-31 Updated: 2026-07-31

Diese Seite fasst meine wichtigsten Erkenntnisse zu künstlicher Intelligenz zusammen, damit ich schnell auf diese zurückgreifen kann.

Die wichtigste Erkenntnis der Informatik besteht darin, dass Bedeutungen als Gruppen von Zahlen repräsentiert werden können. Dadurch können Computer ihre extrem schnellen Rechenoperationen nutzen, um diese Repräsentationen effizient zu verarbeiten. Das ist die Basis von Künstlicher Intelligenz und noch allgemeiner maschinellem Lernen.

Maschinelles Lernen bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, numerische Repräsentationen von Informationen auf Basis neuer Daten anzupassen, um damit einem Lernziel näher zu kommen. Beim maschinellen Lernen wird das Lernziel durch eine messbare Zielfunktion (Objective Function, Loss Function oder Nutzenfunktion) operationalisiert. Dadurch kann man überprüfen, ob sich ein System tatsächlich verbessert hat.

Der Begriff "Künstliche Intelligenz" (englisch: Artificial Intelligence, AI) wurde 1956 vom Informatiker John McCarthy geprägt. Er verwendete ihn im Rahmen der Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence, einer Forschungsveranstaltung, die heute als Geburtsstunde der KI-Forschung gilt.

Das Konzept "Intelligenz" wird in der KI-Forschung funktional verstanden: Ein KI-System muss kein Bewusstsein, keine Emotionen oder Selbstwahrnehmung besitzen. Intelligenz meint im Sinn eines rationalen Akteurs einen auf zur Verfügung stehenden Informationen basierenden Prozess, optimale Handlungen auszuführen. [Intelligenz - Modified: 2024-10-09]1 Optimale Handlungen sind bestmögliche Aktionen zur Annäherung an ein Ziel. Diese Handlungen sind immer durch verfügbare Informationen eingeschränkt. Zum Beispiel: Problemlösungen, Beurteilungen, kreative Vorschläge anbieten.

Was, wann eine optimale Handlung ist, hängt von einer individuellen Festlegung von Leistungsindikatoren ab und ist damit eine subjektiv geprägte Beurteilung. Wenn ich zum Beispiel einen Staubsaugerroboter so definiere, dass er misst, wie viel Staub gesaugt wurde, dann kann eine optimale Handlung darin bestehen, den eingesaugten Staub wieder auf den Boden zu verteilen, um ihn erneut aufzusagen, um damit die Menge an aufgesaugten Staub zu maximieren.

Wann man etwas als intelligent bezeichnet, hängt also vor allem davon ab, wann man das Gefühl hat, dass man mit seinen individuellen Zielvorstellungen verstanden wird.

Moderne KI basiert überwiegend auf maschinellem Lernen. Dabei werden große Datenmengen genutzt, um Modelle zu trainieren, die Vorhersagen treffen oder Inhalte erzeugen können.

ELIZA2 ist der erste Chatbot und eine künstliche Intelligenz, die ohne maschinelles Lernen funktioniert. Sie benutzt reguläre Ausdrücke und eine Liste von Begriffen, um den Eindruck eines Gesprächs mit Verständnis und menschlichen Antworten zu erzeugen. Der ELIZA-Effekt bezeichnet das Phänomen, dass Menschen textbasierten Dialogsystemen (wie Chatbots) menschliche Eigenschaften wie Gefühle, Verstehen und Empathie zuschreiben.

Heutzutage wird unter Künstlicher Intelligenz vor allem eine Technologie verstanden, die Eingaben auswertet und daraufhin verschiedene Medien (Text, Bild, Ton, Video, 3D-Modell) erzeugt. Dabei steht ein Algorithmus im Vordergrund, der ohne menschliche Rückmeldungen lernt, wie Sätze und andere Eingaben vervollständigt werden können (Selbstüberwachtes Lernen). Wichtig: Diese Technologie nennt sich Transformer und basiert darauf, dass es einen Mechanismus gibt, der positionale Gewichtungen von Wörtern in Sätzen berücksichtigt.3

Unterscheidung von Suchmaschinen und Künstlicher Intelligenz

Suchmaschinen zeigen Daten, die auf Webseiten gefunden werden. Diese müssen nicht korrekt sein, aber wurden bewusst an diese Stelle gesetzt.

Künstliche Intelligenz erzeugt Textmaterial, aus seinem Training, das mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Zusammenhang zur Eingabe besitzt, aber nicht sinnvoll sein muss. Nicht sinnvolle Ausgaben werden häufig als Halluzinationen bezeichnet, da die Ausgabe eines Modells wie bei einer Fehlwahrnehmung mit großer Überzeugung vorgetragen wird, auch wenn sie faktisch inkorrekt ist.

Grenzen von Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist kein Mensch: Sie hat kein intuitives Verständnis vom Lebensalltag ihrer Kommunikationspartner und benötigt jeglichen Kontext, der für die Lösung eines Problem sinnvoll beschrieben werden kann.

Künstliche Intelligenz erzeugt immer etwas.: Sie erzeugt falsche Informationen. Gerade auch, wenn man nach aktuellen Themen ohne angeschaltete Suchfunktion fragt.

Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug und keine Quelle: Künstliche Intelligenz kann nicht klar zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden und sollte deshalb nicht ausschließlich als Quelle für Informationen genutzt werden.

Anmerkungen

  1. Russell/Norvig 2023, S. 37f ↩︎
  2. Weizenbaum 1966 ↩︎
  3. Vaswani et al. 2017 ↩︎

Literatur