Lernen
Created: 2023-01-29 Updated: 2025-11-01
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Diese Seite versucht, die Frage zu beantworten, wie man am besten etwas Neues in sein eigenes Denken und Handeln integrieren kann. Das Ziel besteht darin, dadurch schneller und auch dauerhaft zu Lösungen für das eigene Leben zu gelangen, da das Gelernte praktisch verwendet werden kann.
Lernen bezeichnet den Prozess, dass sich etwas Wissen und Können aneignet.
Lernen - Modified: 2024-06-10
Ein erfolgreiches Lernen umfasst dahingehend die eher dauerhafte Implementierung eines Wissens und Könnens in das eigene Wirken. Dabei kann bei der Implementierung unterschieden werden zwischen:
- einem erfolgreichen Behalten der Lerninhalte, was das Aufrechterhalten des Wissens und Könnens im eigenen Denken und Handeln bezeichnet und
- einer erfolgreichen Anwendung des Lernens, was das Erreichen von Zielen umfasst.
Für ein erfolgreiches Lernen sollte beides beachtet werden. Wird zum Beispiel aber nur das Aufrechterhalten beachtet, dann fehlen Anreize für eine Verwendung des Wissens und Könnens, was den gesamten Lernprozess infragestellt. Wenn aber wiederum nur eine konkrete Zielerreichung beachtet wird, dann kann es sein, dass sich das Wissen und Können auf dieses Ziel einschränkt, ohne über zukünftige Ziele nachdenken zu können. Sollten allerdings beide Aspekte zusammenwirken, dann hat das Lernen eine Bedeutung für das Erreichen von Zielen, aber das Wissen und Können kann ebenfalls flexibel genug sein, eigene Ziele weiterzuentwickeln.
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, einen erfolgreichen Lernprozess zu betrachten.1 Jede dieser Erläuterungen hat jedoch andere Empfehlungen dafür, wie ein solcher Lernprozess individuell und für konkrete Situationen umgesetzt werden sollte, was schnell unübersichtlich werden kann. Aus diesem Grund beschränke ich mich in diesem Text auf Aspekte, die in mehreren Theorien auftauchen, deren Effekten man sich nur schwer entziehen kann und die dabei helfen, schnell und zielgerichtet ein erfolgreiches Lernen umzusetzen. Am Ende des Artikels befindet sich eine Lektüreliste für weitere Perspektiven und Lerntheorien.
Was hat den größten Einfluss auf das individuelle Lernen?
Mit "individuell" ist gemeint, dass Individuen und keine Gruppen, Institutionen oder Gesellschaften lernen. Es geht darum, dass sich ein abgegrenztes Wesen Wissen und Können aneignet. Im Gegensatz dazu könnte zum Beispiel ein Unternehmen als Institution lernen, wie es mit einem neuen Gesetz umgehen muss. Zwar schließt "individuell" grundsätzlich künstliche Wesen mit Lernpotenzial nicht aus, diese spielen aber für diese Auflistung nur eine untergeordnete Rolle, da das Lernen für mich vor allem im Kontext des Erreichens individueller Ziele eine Bedeutung besitzt.
Die Faktoren eines erfolgreichen Lernens sind nachfolgend nach der Stärke des Einflusses auf das Erreichen von allgemeinen Zielen sortiert, wobei weniger wichtige Einflüsse weiter hinten stehen und daher eher weniger effektiv dazu beitragen, dass man erfolgreich lernt. Es sollte jedoch bedacht werden, dass die Faktoren miteinander verbunden sind und auch Einfluss aufeinander ausüben können. Wenn etwas zum Beispiel wenig Aufmerksamkeit erzeugt, dann kann es sehr schwierig sein, eine Volition dafür aufzubauen.
Dies ist eine philosophisch-konzeptionelle Liste, die durch wissenschaftliche Recherche unterstützt wird. Das bedeutet, dass die Elemente der Liste in ihrer Abhängigkeit zueinander ausgewählt und untersucht werden. Es soll geklärt werden, welche Begriffe grundsätzlich aufeinander aufbauen, um dadurch eine klare Priorität der Handlungsmöglichkeiten einzelner Personen aufzuzeigen. Wenn man erkennen kann, was die meisten Auswirkungen auf das eigene Lernen hat, kann dies zuerst angegangen werden, um den eigenen Lernprozess zu optimieren.
1. Motivation und Volition
Motivation beschäftigt sich mit der Frage der Zielauswahl (was möchte ich erreichen?), Volition mit der Frage der Zielerfüllung durch regulative Prozesse (wie viel Energie habe ich dafür?), die wiederum bestimmen, wann und auf welche Weise Motivationstendenzen umgesetzt werden.2
Grundsätzlich können Motivation und Volition auch zusammengefasst werden, da sie sich beide mit der Frage nach der Wahrscheinlichkeit der Umsetzung konkreter Ziele beschäftigen. Es hilft allerdings, dass man mit Volition ein eigenes Wort dafür hat, dass man innerlich zwar davon überzeugt ist, etwas Bestimmtes erreichen zu wollen, aber aufgrund von körperlichen Einschränkungen möglicherweise gerade nicht unbedingt in der Lage dazu ist.
Motivation behandelt in der Trennung von Volition dann vor allem den in sich selbst stattfindenden Prozess, darüber nachzudenken, was man mit den eigenen Handlungen erreichen möchte und gesondert jene Ziele auszuwählen, die eine besondere Bedeutung für das eigene Leben haben. Grundsätzlich sollte in diesem Zusammenhang ebenfalls davon ausgegangen werden, dass sich eine Bewusstheit über zu erreichende Ziele positiv auf die Volition auswirkt, da diese Handlungen aufgrund der von einem selbst ausgehenden Zielsetzungen auch am ehesten von allen anderen Handlungen gewollt werden.
Mit "bewusst" ist hier gemeint, dass individuelle Lernende akzeptieren, dass sich ein bestimmtes Ziel mit ihrem Wissen und Können bisher nicht erreichen lässt und sie deshalb etwas tun müssen, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Dies steht im Gegensatz zu Situationen, in denen Individuen etwas lernen, ohne dass ihnen klar ist, dass sie sonst etwas nicht erreichen können. Zum Beispiel lernen Kleinkinder eine Sprache, ohne dass ihnen das bewusst ist. Oder Schüler lernen etwas zunächst unbewusst in der Schule, weil sie bisher kein Ziel gesetzt haben, verändern aber ihre Bewusstheit im Laufe der Auseinandersetzung, weil durch die Lehrperson vermittelt wird, was mit dem Wissen und Können erreicht werden kann.
Dennoch wird das Lernen durch verschiedene Bewusstseinszustände beeinflusst. Wenn sich beispielsweise keine Übereinstimmung zwischen den aktuellen und den für ein Lernen günstigen Zuständen ergibt, dann werden wiederum spezifische kognitive Prozeduren nicht aktiviert. Und das führt dazu, dass zum Beispiel ein konkreter Vorsatz, einen erwünschten Lernprozess zu beginnen, erschwert und anschließend auch nicht umgesetzt wird.3
Wenn man zum Beispiel sehr hungrig ist, dann ergibt sich ein Bedeutungskonflikt zwischen den Arbeitshandlungen im Zusammenhang mit den Lerninhalten und den Handlungen, die dazu beitragen, dass man etwas essen kann. Der Hunger als aktueller Zustand erschwert dementsprechend den Vorsatz, sich nur auf das Lernen zu konzentrieren. Andererseits lassen sich jedoch dauerhafte Erschöpfungssymptome durch bestimmte Verhaltensweisen einschränken, sodass auch trotz spezifischer unangenehmer Gefühle eine spezifische Abwehrkraft gegenüber Ablenkungen entstehen kann.4
Es sollte nicht vergessen werden, dass durch Lehrende gesteuerte unbewusste Lernprozesse bei den Lernenden dennoch erfolgreich und sogar beliebt sein können. Häufig tragen sie nämlich dazu bei, anstrengende eigene Entscheidungs- und Zielfindungshandlungen beim Lernen zu minimieren, was wiederum zu einer kognitiven Entlastung5 und damit eher zu einer erhöhten Volition für die vorgegebenen Ziele führt. Ein Lernen findet in diesem Zusammenhang vor allem durch die Reproduktion vorgegebener erwarteter Handlungen statt, die wiederum als Abläufe im Alltag der Lernenden hinterlegt und regelmäßig wiederholt werden. Durch die ständige körperliche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Lerninhalten, werden diese als Handlungsmuster verfestigt. Da in diesem Fall aber keine Verbindungen zu konkreten Zielen geknüpft werden, fällt es schwer, ein tiefgehenderes Verständnis für die Notwendigkeit der Handlungen zu entwickeln, da diese grundsätzlich in gestellten, nicht auf die Ziele der Lernenden ausgerichteten Situationen genutzt werden. Dennoch kann eine Optimierung der Volition dazu beitragen, dass das Lernen eher als Routine integriert werden kann und nicht durch die kognitive Belastung bereits in seinen Anfängen unterdrückt wird. Ich persönlich halte nichts von einem Aufbau von Routinen, die keine konkreten individuellen Ziele erreichen, sodass meine Empfehlung darin besteht, eher die Zielsetzung zu optimieren und in kleinere Schritte aufzuteilen. In diesem Fall kann sichergestellt werden, dass Lernende etwas lernen, weil es ihnen dabei hilft, etwas in ihrem Leben zu erreichen.
Stress ist ein mit Volition zusammenhängender Einflussfaktor auf das individuelle Lernen, der entsteht, wenn man gezwungen wird, etwas zu tun, obwohl der eigene Körper sich dagegen wehrt. Stress beinhaltet die Ausschüttung spezifischer Chemikalien, die unser Bewusstsein dafür bestrafen, mehr Energie anzufordern, als ihm gerade zur Verfügung steht. --> Siehe https://cognition.cafe/p/about-stress Stress reduzieren, hilft generell dabei, nicht zu geschafft zu sein, Verbindungen zu sehen und etwas längerfristig zu behalten.
2. Unterscheidung von Lerninhalt und irrelevanter Information
Lerninhalte sind Informationen, die bewusst für den Lernprozess zur Erreichung eines individuellen Ziels ausgewählt werden. Wenn eine Information dementsprechend als Lerninhalt akzeptiert wird, führt das dazu, dass die Relevanz des Inhalts für den Lernprozess zunimmt und er damit eher verinnerlicht wird. Das kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass eine Information durch andere Personen einem Problem zugeordnet wurde, wodurch man sich eher damit identifizieren kann und sich deshalb damit näher beschäftigt.
Die Kuration von Inhalten als Lerninhalte für das Erreichen eines bestimmten Wissens und Könnens wird damit ein zentraler Bestandteil zur Beeinflussung des Lernprozesses, da eine Beziehung zwischen einem Lerninhalt und den zu erreichenden Fähigkeiten nahegelegt wird. Wenn allerdings eine Information keine direkt sichtbare Beziehung zu einem Ziel besitzt und diese auch nicht deutlich gemacht wird, ist es schwierig, diese Information als wichtig für die Erreichung des Ziels zu begreifen, sodass sie eher ignoriert oder vergessen wird. Der Inhalt wird in diesem Fall nicht als Lerninhalt verstanden, sondern als irrelevant.
3. Starke Gefühle
Neben der Aushandlung von Bedeutungskonflikten und aktuellen körperlichen Befindlichkeiten haben starke Gefühle einen wesentlichen Einfluss auf die Umsetzung eines Lernprozesses und die Verinnerlichung von Informationen. Die Wahrnehmung eines starken Gefühls führt zur Verfestigung und gegenseitigen Vernetzung von Gefühlen und konkreten Vorstellungen und Informationen.6
Dies äußert sich beispielsweise in der Form von Schlüsselerlebnissen (negativ als Trauma, positiv als Offenbarung). Es ist offen, in welcher Weise, wann und wie häufig starke Gefühle zum Lernen verwendet werden können und sollten.
Bei einem bewussten Lernprozess kann eine Aufteilung und Kontrolle starker Gefühle sinnvoll sein, um dadurch Handlungsempfehlungen geben zu können. In der von Pekrun vorgestellten Kontroll-Wert-Theorie7 spielen zum Beispiel die Unterscheidungen in positive und negative8, aktivierende und deaktivierende9 sowie ergebnis- und aktivitätsbezogene10 Leistungsemotionen eine Rolle. Leistungsemotionen beziehen sich dabei auf Situationen, in denen es wichtig erscheint, dass eine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen wird.
4. Zeitliche Strukturierung des Lernens
- Lernzeit, Nutzungszeit
- Pausen: https://www.uni-paderborn.de/universitaet/benefit/aktionen-tipps-tricks/pausen-sind-wichtig-fuers-gehirn#:~:text=Wann%20eine%20Pause%20eingelegt%20wird,bis%20zwei%20Stunden%20eingelegt%20werden.
- Wiederholungen, Regelmäßigkeit
- Vergessen
5. Komplexität des Inhalts
- Menge, Bekanntheit der Konzepte (individuell, kulturell, biologisch)
- Verknüpfung der Inhalte mit vorhandenen Überzeugungen
- Zum Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=vRqCs2SUdxY
Menge
Vorwissen
Vorwissen oder noch allgemeiner "vorhandene Wissensstrukturen" sind nicht nur eine Sammlung zuvor erworbener Informationen, sondern sie arbeiten als Filter und Sortierung für die Aufnahme und Bewertung neuer Informationen. Vorwissen ermöglicht dadurch das Erkennen von Unterschieden, die wiederum längerfristig als Bedeutungen mit eigenen Werten verbunden und damit praktisch in das eigene Denken und Handeln integriert werden.
Neues ist in diesem Zusammenhang nicht bloß eine Ergänzung zum Alten, sondern entwicket je nach Ausprägung der vorhandenen Informationen sogar eine neue Bedeutung. Lernen wird damit zu einem Prozess, in dem Bekanntes und Unbekanntes wechselseitig aufeinander einwirken. Das alte Wissen gibt dem neuen Wissen eine Form, und das neue Wissen verändert das alte.
Vorhandene Wissensstrukturen besitzen einen unterschiedlichen Abstraktionsgrad und können sich sowohl auf angeborene Wahrnehmungen (man sieht Bewegungen eher), erlernte Methoden (man kann etwas lesen oder zählen), erlernte Fähigkeiten (man kann Fahrrad fahren) oder Erfahrungen (etwas riecht frisch) beziehen. Diese Liste von unterschiedlichen Strukturen ist unabgeschlossen und soll eher aufzeigen, dass die unterschiedlichen Abstraktionsgrade eine Auswirkung auf die Stärke der Beeinflussung besitzen.
6. Wahrnehmungsbeeinflussung
Aufmerksamkeit
- Was ist sichtbarer?
- Wie funktioniert Aufmerksamkeit? [Wie funktioniert das Allgemeine Modell der Kognition? (↴ Laird et al. 2017 und ↴ Stocco et al. 2021)]
Kontraste
Je stärker der Kontrast eines Lerninhalts, desto intensiver die Wahrnehmung.
Große Unterschiede werden besser wahrgenommen, weil uns unser Körper für deren Wahrnehmung belohnt, da sie in der Natur fürs Überleben notwendig sind. Wenn wir die Unterschiede, die unser Überleben bedrohen, nicht wahrnehmen könnten, dann wäre unser Überleben unwahrscheinlicher.
Das Bedürfnis nach Sicherheit und das Bedürfnis nach einer Erfassung von Unterschieden wirken unabhängig von der Situation, da unsere Wahrnehmung insgesamt eingeschränkt ist. Wir können nicht einschätzen, ob neues Wissen unser Leben wirklich schützt. Deshalb geht unser Körper einfach generell davon aus, dass wir uns besser schützen wollen, wenn wir uns unter kontrollierten Bedingungen mit neuen Situationen auseinandersetzen. Und er belohnt uns dafür. Das ist das positive Gefühl, das wir empfinden, wenn wir etwas für uns Wertvolles dazulernen.
Wie kann ich etwas erfolgreich in mein Denken und Handeln integrieren?
In diesem Bereich werden Methoden beschrieben, die genutzt werden können, um einen Lerninhalt für sich selbst zugänglicher zu machen. Die Methoden sind nach persönlicher Empfehlung und Effizienz sortiert, wobei abstraktere, eher auf Retention ausgerichtete Methoden ans Ende gesetzt wurden. Retention meint die Eigenschaft, etwas länger als Wissen zu bewahren. Bei jeder Methode wird beschrieben, wie sie die vorher beschriebenen Faktoren berücksichtigt.
- Mit anderen zusammen ein Produkt bauen, das man regelmäßig nutzt (Retention)
- Sich von jemandem 1-zu-1 etwas erklären lassen, mit der Person interagieren und Fragen stellen und wenn möglich gleich an einem Beispiel ausprobieren und anwenden (Effizienz)
- Ein individuelles Problem ausformulieren und mit dem Lernstoff lösen (Effizienz): Wenn man etwas schnell lernen möchte, dann muss man ein individuelles Problem finden und es mit dem Lernmaterial lösen.
- Videos anschauen und gezeigte Handlungen nachmachen (Effizienz)
- Liste von Fragen und Antworten zusammenstellen (Retention, Schlüssel-Wert-Zuordnung): Dieses Format ist sehr zugänglich, da Fragen ein natürlicher Startpunkt für einen Lerngegenstand sind, weil sie formal immer nach einer weiteren bisher nicht genannten Information verlangen. - Schreibendes Lernen, konstruktives Lernen, strukturiertes Lernen
- Eigene Beispiele und Aufgaben ausformulieren (Retention):
- Verteilte Wiederholung (Retention):
- Regelmäßig dasselbe üben (Retention):
- Schlüssel-Wert-Zuordnungen (Retention): Generell werden bei dieser Methode zwei Informationen gegenübergestellt, wobei die erste Information als Schlüssel für die zweite Information genutzt wird. Es lassen sich Fragen, Namen, Erklärungen oder Bilder als Schlüssel verwenden, die wiederum eine wichtige Verbindung zur zweiten Information besitzen. Solche Zuordnungen lassen sich aufeinander aufbauen, um ein gesamtes Konzept zu verinnerlichen. In diesem Fall ist jeder Wert wiederum ein weiterer Schlüssel, der die nächste Abfrage ermöglicht. Lernen könnte demnach als Aufgabe begriffen werden, für einen selbst solche umfangreichen Schlüssel-Wert-Zuordnungen aufzubauen, wie das zum Beispiel bei Lernkarteisystemen oder Fragen und Antworten der Fall ist.
- Quelle
- https://news.ycombinator.com/item?id=41274602
Was gibt es für Perspektiven auf das Lernen?
Dieser Bereich stellt mögliche Sichtweisen auf das Lernen vor, die dabei helfen können, bessere Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig werden diese Sichtweisen mithilfe der antagonistischen Analyse kritisch betrachtet.
- Abhängigkeit von der Gesellschaft: Es gibt einen Konflikt zwischen den individuellen Zielen eines Menschen und den gesellschaftlichen Erwartungen durch Außenstehende, die vor allem durch einen Erziehungsgedanken geprägt sind.11
- Unmöglichkeit einer Wertfreiheit: Gleichzeitig lassen sich Werte nicht von Lerninhalten trennen. Jeder Lerninhalt ist trotz angestrebter objektiver Wahrheit mit verschiedenen subjektiven Sichtweisen aufgeladen, die eine vollständige Ausrichtung auf individuelle Ziele verunmöglichen.12
- Lernzeit
- Anzahl der Beteiligten
- Art der Beteiligten
- Schwierigkeit der Inhalte
- Soziales Lernen
- Problembasiertes Lernen: https://www.pedocs.de/frontdoor.php?source_opus=32111
- Konstruktion von Wissen anhand von situiertem Lernen: Situiertes Lernen beschreibt die Idee, dass Lerninhalte besser verinnerlicht werden können, wenn das Lernen in Situationen stattfindet, in denen Lernende eine Anwendung in sozialen Kontexten erkennen können. Im Gegensatz dazu entsteht träges Wissen, wenn das Lernen außerhalb von solchen Situationen stattfindet.
- Flipped Classroom: unklare Befunde ↴ Krauss/Wiesner 2025
Lektüreliste
- Willingham, Daniel T.. 2009. Why don’t students like school? a cognitive scientist answers questions about how the mind works and what it means for the classroom. 1st ed. San Francisco, CA: Jossey-Bass. [ref: FG3XZC86]
- Test
- Fend, Helmut. 1984. Determinanten von Schulleistungen: Wie wichtig sind die Lehrer?. URL: https://www.pedocs.de/frontdoor.php?source_opus=29536. [ref: EWKX6N6Z]
- Kommission der europäischen Gemeinschaften. 2000. Memorandum über Lebenslanges Lernen. URL: https://web.archive.org/web/20220211090718/https://www.agenda-erwachsenenbildung.de/fileadmin/user_upload/agenda-erwachsenenbildung.de/PDF/2000_Kommission_Memorandum_Lebenslanges_Lernen_DE.pdf. Brüssel. [ref: PFJ8WIPC; #10]
- Grad der Institutionalisierung und der Organisation: Unterscheidung zwischen formalem, nicht-formalem und informellem Lernen. Formales Lernen: "Formales Lernen findet in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen statt und führt zu anerkannten Abschlüssen und Qualifikationen."13 Nichtformales Lernen: "Nicht-formales Lernen findet außerhalb der Hauptsysteme der allgemeinen und beruflichen Bildung statt und führt nicht unbedingt zum Erwerb eines formalen Abschlusses. Nichtformales Lernen kann am Arbeitsplatz und im Rahmen von Aktivitäten der Organisationen und Gruppierungen der Zivilgesellschaft (wie Jugendorganisationen, Gewerkschaften und politischen Parteien) stattfinden. Auch Organisationen oder Dienste, die zur Ergänzung der formalen Systeme eingerichtet wurden, können als Ort nichtformalen Lernens fungieren (z. B. Kunst-, Musik- und Sportkurse oder private Betreuung durch Tutoren zur Prüfungsvorbereitung)."13 Informelles Lernen: "Informelles Lernen ist eine natürliche Begleiterscheinung des täglichen Lebens. Anders als beim formalen und nicht-formalen Lernen handelt es sich beim informellen Lernen nicht notwendigerweise um ein intentionales Lernen, weshalb es auch von den Lernenden selbst unter Umständen gar nicht als Erweiterung ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten wahrgenommen wird."13
Anmerkungen
- ↴ Kerres 2021, S. 33ff ↩︎
- ↴ Heckhausen/Heckhausen 2018, S. 7 ↩︎
- ↴ Heckhausen/Heckhausen 2018, S. 314ff ↩︎
- Zum Beispiel kann sich eine Abwehrkraft durch Sport besser herausbilden. ↩︎
- Im Zusammenhang mit kognitiver Belastung soll an dieser Stelle die Cognitive-Load-Theorie von ↴ Sweller et al. 1998 erwähnt werden. Diese geht unter anderem davon aus, dass eine äußere kognitive Belastung (Extraneous Cognitive Load) durch klare Steuerung und Strukturierung reduziert werden kann. ↩︎
- ↴ Atucha et al. 2017 ↩︎
- ↴ Pekrun 2006 ↩︎
- Als angenehm oder unangenehm empfundene Gefühle ↩︎
- Schädliche oder unterstützende Gefühle im Lernprozess. ↩︎
- Ergebnisbezogene Emotionen richten sich auf Leistungsergebnisse, aktivitätsbezogene auf die Durchführung einer Handlung. ↩︎
- Schule, Quelle ↩︎
- Werte, Quelle ↩︎
- ↴ Kommission der europäischen Gemeinschaften 2000 ↩︎, ↩︎, ↩︎
Literatur
- Atucha, Erika; Vukojevic, Vanja; Fornari, Raquel V.; Ronzoni, Giacomo; Demougin, Philippe; Peter, Fabian; Atsak, Piray; Coolen, Marcel W.; Papassotiropoulos, Andreas; McGaugh, James L.; De Quervain, Dominique J.-F.; Roozendaal, Benno. 2017. Noradrenergic activation of the basolateral amygdala maintains hippocampus-dependent accuracy of remote memory. URL: https://pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.1710819114. [ref: Y4N4SUDC; #8]
- Heckhausen, Jutta; Heckhausen, Heinz. 2018. Motivation und Handeln. 5., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer-Lehrbuch. Berlin [Heidelberg]: Springer. [ref: TN9DXI6B; #5; #6]
- Kerres, Michael. 2021. Didaktik: Lernangebote gestalten. utb Erziehungswissenschaft. Münster New York: Waxmann. [ref: V3DB2VLS; #4]
- Kommission der europäischen Gemeinschaften. 2000. Memorandum über Lebenslanges Lernen. URL: https://web.archive.org/web/20220211090718/https://www.agenda-erwachsenenbildung.de/fileadmin/user_upload/agenda-erwachsenenbildung.de/PDF/2000_Kommission_Memorandum_Lebenslanges_Lernen_DE.pdf. Brüssel. [ref: PFJ8WIPC; #10]
- Krauss, Stefan; Wiesner, Patrick. 2025. Ist die Flipped-Classroom-Methode besser als traditioneller Unterricht? Kritische Bemerkungen zu sieben Metaanalysen für den Schulbereich. URL: https://www.pedocs.de/frontdoor.php?source_opus=33299. Waxmann : Münster ; New York. [ref: NXVGXTJL; #3]
- Laird, John E.; Lebiere, Christian; Rosenbloom, Paul S.. 2017. A Standard Model of the Mind: Toward a Common Computational Framework Across Artificial Intelligence, Cognitive Science, Neuroscience, and Robotics. URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1609/aimag.v38i4.2744. [ref: 3SRET9PG; #1]
- Pekrun, Reinhard. 2006. The Control-Value Theory of Achievement Emotions: Assumptions, Corollaries, and Implications for Educational Research and Practice. URL: http://link.springer.com/10.1007/s10648-006-9029-9. [ref: W4TCFW5R; #9]
- Stocco, Andrea; Sibert, Catherine; Steine-Hanson, Zoe; Koh, Natalie; Laird, John E.; Lebiere, Christian J.; Rosenbloom, Paul. 2021. Analysis of the human connectome data supports the notion of a “Common Model of Cognition” for human and human-like intelligence across domains. URL: https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S1053811921003128. [ref: 7F3VT7TY; #2]
- Sweller, John; Van Merrienboer, Jeroen J. G.; Paas, Fred G. W. C.. 1998. Cognitive Architecture and Instructional Design. URL: http://link.springer.com/10.1023/A:1022193728205. [ref: X3BVPRLC; #7]